Xing in der Gender-Falle: Frauen erscheinen teilweise nicht in den Suchergebnissen


Xing ist eines der relevantesten Karrierenetzwerke in Deutschland – aber sein Suchalgorithmus weist Lücken auf. Frauen, die bei der Suche ausgegrenzt werden, sind hierbei keine Seltenheit.

Augen auf bei der Jobvergabe: Solltest du explizit nach einer weiblichen Angestellten suchen, gibt es ein paar Stolpersteine. Denn dem Algorithmus von Xing ist es nicht möglich, sowohl männliche als auch weibliche Job-Profile anzuzeigen, wie Lisa Ringen auf ihrem Blog Marketing Madam berichtet. Wird beispielsweise nach einem Berater, einem Fotografen oder Redakteur gesucht, erscheinen ausschließlich männliche Suchergebnisse – Recruiter müssen explizit nach einer Beraterin, Fotografin oder Redakteurin suchen, um auch Frauen in der Ergebnisliste zu finden. Wünschenswert wäre, den Algorithmus zumindest so weit zu trimmen, dass Frauen bei der allgemeinen Suche nicht ausgegrenzt werden.

Xing-Suche mit Sprachproblemen

Dass die Suche Frauen nicht berücksichtig, ist dabei nur wenigen Usern bekannt. Dabei dominieren Männer in der Ergebnisliste – und schließen Frauen mit wohlmöglich gleichen Qualifikationen aus. Weiter heißt es im Blogbeitrag, dass Xing dringend etwas an seiner Suche ändern müsse: Schließlich sei es „ im 21. Jahrhundert nicht mehr schwer, einer Suchfunktion beizubringen, dass Fotograf gleich Fotografin ist.“

Bisher hat sich Xing auf Anfrage von t3n.de noch nicht dazu geäußert, jedoch unter dem Blogeintrag von Lisa Ringen: Alexander v. Klopmann, Head of Digital Communications bei Xing, schreibt, dass der Hinweis „auch noch nicht bekannt“ war. Weiter kündigt er an, dass Xing „hier in Gespräche mit den Entwicklern“ gehen wird. Laut diversen Berichten ist es dennoch möglich, dass Xing dieses Problem schon längst bekannt ist.

Im September 2016 hatte Xing noch mit seiner intelligenten Erkennung – zum Beispiel bei Spitznamen – und besseren Suchergebnissen geworben. Viel getan hat sich anschließend nicht. Frauen, die inzwischen ebenfalls auf dieses Problem gestoßen sind, lösen das, indem sie die männliche und weibliche Berufsbezeichnung gleichzeitig angeben. Zufriedenstellend ist diese Lösung jedoch nicht. Irene Gronegger schreibt …read more

Source:: T3n – News

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