Raumfahrt: Europäische Navi-Satelliten ins All gesandt

Eine Rakete mit Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo ist ins All gestartet. (Archiv)

Kourou – Eine Ariane-5-Rakete mit vier neuen Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo ist ins All gestartet. Die Trägerrakete hob am Dienstagabend vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana in Südamerika ab.

Bis alle Satelliten ausgesetzt sind, sollte die Mission nach Angaben des Raketenbetreibers Arianespace knapp vier Stunden dauern.

Mit dem milliardenschweren Prestigeprojekt will Europa unabhängig vom amerikanischen GPS werden. Erste Dienste sind seit einem Jahr verfügbar, nach Angaben der Betreiber rüsten Handyhersteller inzwischen Modelle nicht nur mit GPS-, sondern auch mit Galileo-Empfängern aus.

Dadurch verbessert sich für die Nutzer die Genauigkeit etwa von Karten-Apps, weil sie Signale beider Dienste empfangen können. Es werde erwartet, dass damit Positionen auf 30 Zentimeter genau bestimmt werden können – statt um die fünf Meter mit GPS allein, sagte der der Esa-Direktor für Satellitennavigation, Paul Verhoef.

Bislang waren 18 Galileo-Satelliten im All, von denen derzeit 14 funktionsfähig sind. Für weltweite Abdeckung braucht es mindestens 24 Satelliten; weitere Starts sind für Juli 2018 und 2020 geplant.

Die Anfang des Jahres öffentlich gewordenen Probleme mit Atomuhren an Bord mancher Satelliten, die sich bereits im Orbit befinden, hat Galileo inzwischen nach eigenen Angaben im Griff. „Für uns ist das Thema der Uhren hinter uns», sagte Esa-Direktor Verhoef.

Allerdings wollten Esa und EU-Kommission nicht bekanntgeben, wie viele Uhren letztlich von den Problemen betroffen waren. Die Esa hatte im Januar bekanntgegeben, dass Atomuhren in mehreren Satelliten ausgefallen waren. Die Uhren sind entscheidend, damit das System funktioniert – weil aber jeder Galileo-Satellit insgesamt vier Uhren an Bord hat, war kein Satellit dadurch ausgefallen.

Verhoef sagte, dass die neuen Satelliten nun mit erneuerten Atomuhren ausgestattet seien. Für die Satelliten, die bereits im All sind, gebe es „operative Massnahmen», um sicherzustellen, dass sie so lang wie möglich in Betrieb bleiben. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass dies Erfolg hat.»

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Source:: Blick.ch – Life

Computerspiele: Kriegsspiele fördern Hirnfähigkeiten

Kriegsspiele müssen nicht schlecht für das Hirn sein, wie eine Studie der Universität Genf zeigte.

GENF –
GE –
Wer Kriegsspiele spielt entwickelt in bedeutendem Ausmass die kognitiven Fähigkeiten seines Hirns. Zu diesem Schluss kommen von der Universität Genf geleitete Auswertungen von Studien.

Seit den 1980er-Jahren wurde der Einfluss der Videospiele auf das menschliche Hirn immer wieder untersucht. Ein internationales Team unter der Leitung der Universität Genf hat nun alle verfügbaren Daten von 2000 bis 2015 ausgewertet.

„Das ist der einzige Weg, ein Gesamtbild des tatsächlichen Einflusses dieser Spiele zu haben», wird Daphné Bavelier, Professorin der Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaft der Universität Genf, in der Medienmitteilung vom Dienstag zitiert.

Während eines Jahres gingen Psychologen der Uni Genf zusammen mit den Universitäten Columbia, Santa Barbara und Wisconsin allen Artikeln, Thesen und Konferenzen nach und kontaktierten über 60 Forscher, um weitere Daten zu erhalten. Daraus folgten zwei Metaanalysen.

Insgesamt absolvierten 8970 Personen im Alter zwischen 6 und 40 Jahren psychometrische Tests, bei denen ihre kognitiven Fähigkeiten beurteilt wurden. Diese Fähigkeiten dienen zusammengefasst der Informationsverarbeitung.

Zum Beispiel mussten sie auf einem Bild einen Hund neben anderen Tieren so schnell wie möglich finden. Zudem mussten sie zeigen, wie gut sie mehrere Sachen gleichzeitig erledigen und mit vorgegebenen Regeln umgehen können.

Dabei zeigte sich, dass die kognitiven Fähigkeiten der Gamer einen halben Variantenkoeffizient höher als jener bei Nicht-Gamern war. Diese Ergebnisse wurden im Fachblatt „Psychological Bulletin» publiziert.

Die Frage, ob diese Fähigkeiten schon vor dem Gamen da waren oder erst während des Spielens entwickelt waren, blieb offen. Deshalb wurde eine zweite Metaanalyse erstellt, ebenfalls aufgrund von Daten aus früheren Studien.

Damals wurden 2883 Männer und Frauen, die maximal eine Stunde pro …read more

Source:: Blick.ch – Life