Schiffsunglück: Touristenschiff in Kolumbien gekentert

Schiffsunglück in Guatapé: In der Ferienregion im Nordwesten Kolumbiens sinkt eine Fähre mit 150 Touristen an Bord.

Brüssel – In einem Feriengebiet im Nordwesten Kolumbiens ist am Sonntag ein Schiff mit etwa 150 Touristen an Bord gesunken. Ob es Todesopfer gab, war zunächst ebenso unklar wie die Unglücksursache.

Ein Helikopter der kolumbianischen Luftwaffe sei auf dem Weg zum Unglücksort im Stausee El Peñol im Touristenort Guatapé, um die Rettungskräfte zu unterstützen, teilte die Luftwaffe mit. Es handelte sich demnach um das Freizeit- und Tourismusschiff „Almirante», das vier Decks hat.

Auf einem Video, das in den sozialen Online-Netzwerken kursierte, war zu sehen, wie das Schiff sank und Dutzende andere Boote sich näherten, um die Insassen zu retten. „Die Situation scheint ernst zu sein», verlautete aus der Regierung des Bezirks Antioquia. Die Geretteten würden ins Spital gebracht.

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Source:: Blick.ch – Ausland

Gopfried Stutz: Pensionskassen: Finger weg von Wirtschaftsförderung

SonntagsBlick-Kolumnist Claude Chatelain

Die Pensionskassen sind dazu da, unser Erspartes zinsbringend und sicher anzulegen. Es ist nicht ihre Aufgabe, Wirtschaftsförderung zu betreiben.

Hans Hess kämpft schon lange vergebens dafür, dass nur ein einziges Prozent der Pensionskassengelder mit etwas mehr Risiko angelegt werden kann: zur Finanzierung von Start-ups oder KMU mit soliden Geschäftsplänen. Das sagte der Swissmem-Präsident im SonntagsBlick vom vergangenen Sonntag.

Hoffentlich kämpft Hans Hess weiterhin vergebens dafür. Ihm dürfte das Debakel der Bernischen Lehrerversicherungskasse (BLVK) entgangen sein, einer der grössten und für alle Beteiligten teuersten Pensionskassenskandale der Schweiz. Mit der Unterstützung linker Kreise sagten die Verantwortlichen in den Neunzigerjahren, dass es die Aufgabe öffentlich-rechtlicher Pensionskassen sei, Wirtschaftsförderung zu betreiben und in Start-ups zu investieren.

Doch wenn eine Kasse auch nur einen kleinen Teil ihres Milliardenvermögens in Start-ups investiert, ist sie schnell mal Mehrheitsaktionär. Dann fühlt sich ein Pen­sionskassenverwalter dazu berufen, im betreffenden Verwaltungsrat Einsitz zu nehmen, um zum Rechten zu schauen. So geschehen bei der BLVK, die unter anderem in Sarner Cristal und Kieser Training investierte. Der damalige und später in Ungnade gefallene Pensionskassendirektor Hans-Peter Sieber schaute bei Sarner Cristal nicht nur zum Rechten, sondern präsidierte sogar den Verwaltungsrat. Die Misswirtschaft und die damit verbundenen Verluste der BLVK gingen so weit, dass der bernische Grosse Rat eine PUK einberief.

Die Pensionskassen sind dazu da, unser Erspartes zinsbringend und sicher anzulegen. Es ist nicht ihre Aufgabe, Wirtschaftsförderung zu betreiben. Vorsorgeeinrichtungen werden schon heute mit zig sachfremden Aufgaben belastet. Das Investieren in Start-ups ist heikel und erfordert profunde Kenntnisse. Also müssten die Pensionskassen eigens Experten anstellen, welche in der Lage sind, das Risiko solcher Investments zu überprüfen und die Solidität der Geschäftspläne zu begutachten. Oder sie müssten die Expertisen auswärts machen lassen. Das würde den Verwaltungsaufwand nur weiter erhöhen. Beratungsfirmen lecken sich schon die Finger, wenn sich abzeichnet, dass Vorsorgeeinrichtungen hier ein Beratungsdefizit aufweisen.

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Source:: Blick.ch – Wirtschaft