Bis 12’000 km/h schnell: USA testen die Hyperschall-Rakete

SYDNEY –
Sie fliegt zehn Mal so schnell wie der Schall, eine Abwehr ist praktisch unmöglich: Die Hyperschall-Rakete ist die neue Waffe der Supermächte.

Die USA haben zusammen mit Australien erfolgreich eine Hyperschall-Fliegerrakete getestet. Das bestätigte die australische Verteidigungsministerin Marise Payne.

Die „HyShot V» kann eine Geschwindigkeit von rund 9000 km/h erreichen. Spätere Hyperschall-Raketen sollen aber sogar bis 12’000 km/h schnell werden. Das entspricht der zehnfachen Schallgeschwindigkeit.

Viel schneller als herkömmliche Missiles

Von Hyperschall redet man von einer Geschwindigkeit ab Mach 5, also fünffacher Schallgeschwindigkeit. Die Schallgeschwindigkeit wiederum ist von der äusseren Temperatur abhängig. Sie beträgt bei -50 Grad 1080 km/h, bei 0 Grad 1193 km/h und bei +25 Grad 1245 km/h.

Zum Vergleich: Herkömmliche Missiles fliegen mit einem Tempo von gegen dreifacher Schallgeschwindigkeit, also rund 3600 km/h. Das sind Schneckentempi, wenn man mit der neuen Hyperschall-Waffe vergleicht!

Am Projekt Hypersonic International Flight Research Experimentation (HiFIRE) sind die Luftstreitkräfte der USA, das Verteidigungsministerium Australiens sowie die Unternehmen Boeing und BAE Systems und die australische Universität Queensland beteiligt. Die Projektkosten betragen rund 54 Millionen US-Dollar.

Auch China und Russland machen auf Tempo

Obwohl einige ballistische Raketen noch schneller sind – eine Interkontinentalrakete erreicht 25’000 km/h – sind die Hyperschall-Raketen viel schwieriger zu treffen. Eine Interkontinentalrakete etwa kann wegen ihres hohen Bogens, den sie fliegen muss, viel früher erkannt und abgefangen werden als eine Missile, die den Weg in Bodennähe zurücklegt.

Die Supermächte setzen immer mehr auf die ultraschnellen Waffen. Auch Russland und China bauen an Hyperschall-Raketen. Der Chef der russischen Korporation „Taktische Raketenwerfer», Boris Obnossow, rechnet mit dem ersten Modell bis 2020. Deren „massenhafte Instandstellung» soll zwischen 2030 und 2040 beginnen. (gf)

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Source:: Blick.ch – Ausland

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