Flugreisen: Recht bekommen als Passagier – so geht’s

Obwohl die Kundenrechte bei Verspätung und Flugausfall klar geregelt sind, berichten Reisende immer wieder, dass ihnen an den Schaltern der Airlines gesagt wurde, ihnen stehe nichts zu. stern.de erklärt, wie Sie zu Ihrem Recht kommen.

1. Lassen Sie sich am Schalter nichts erzählen

In der RTL-Sendung „Wir retten Ihren Urlaub“ berichtete ein Insider, der jahrelang am Schalter gearbeitet hatte, er sei dazu angehalten worden, verspätete Fluggäste in die Irre zu führen. „Sollte der Gast fragen, bekomme ich jetzt noch was von meinem Flugpreis zurück, ist die Antwort: nein.“

Auf die gesetzlich zustehende Entschädigung sollte auf keinen Fall hingewiesen werden. „Fast immer arbeitet das Personal am Schalter nicht für die Airline, sondern für einen Dienstleister“, sagt Reiseexperte Born, „und bei Problemen tauchen die Mitarbeiter ab.“ Bleiben Sie in solchen Fällen hartnäckig: Die Airline muss Fluggäste über ihre Rechte aufklären.

2. Keine Auskunft unter dieser Nummer

Wer Ansprüche nach der EU-Fluggastrechteverordnung oder für verloren gegangene Gepäckstücke telefonisch geltend macht, muss Zeit einplanen. Die Telefonnummern sind in den Tiefen der Websites versteckt, viele der Hotlines chronisch überlastet, die Mitarbeiter schlecht informiert und der Service gebührenpflichtig: Sun Express verlangt 14 Cent je Minute, Easyjet 20 Cent, Ryanair gar 62 Cent je Minute.

3. Die Airlines warten nur darauf, dass Sie aufgeben

Bei schriftlichen Beschwerden setzen die Airlines häufig auf Zermürbung der Kunden. Fast immer werden die Original-Bordkarten oder die Buchungsbestätigung angefordert. Unnötig, denn die Airlines haben sämtliche Kundendaten in ihren Computersystemen.

Dann folgen oft Schreiben mit Gründen, wieso keine Entschädigung gezahlt werden muss, manchmal auch garniert mit der Aufforderung zwischen den Zeilen: Dann klagen Sie doch. „Die setzen darauf, dass der Verbraucher irgendwann aufgibt“, sagt Vamos-Geschäftsführer Kubicki. „Selbst wir als Unternehmen warten oft sechs Monate und mehr auf unser Geld.“

Und Karl Born sagt: „Man bekommt sein Recht nur mit einem guten Reiseanwalt.“ Davor schrecken aber viele zurück, weil sie bei …read more

Source:: Stern – Reise

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.