DFB-Pokal in Rostock: Stürmischer Herbst und ein denkwürdiges Ultimatum

Hertha BSC im Oktober 2003: Die Situation ist angespannt. Die Mannschaft musste zu Saisonbeginn die Abgänge von Michael Preetz und Eyjölfur Sverrisson verkraften, die ihre Karrieren beendeten. In den Angreifern Fredi Bobic und Artur Wichniarek hat Manager Dieter Hoeneß stolz zwei erfolgreiche Torjäger verpflichtet, mit Niko Kovac kehrte ein Ur-Berliner vom FC Bayern zurück.

Dennoch haben Hoeneß und Cheftrainer Huub Stevens überraschend einen Fehlstart der namhaft besetzten Mannschaft erlebt. Nach dem neunten Spieltag und einer 1:4-Heimniederlage gegen Leverkusen ziert Hertha das Tabellenende. Im Uefa-Pokal scheidet das Team gegen den polnischen Provinzklub Groclin Grodzisk aus (0:0 und 0:1). Und nun diese zwei Partien beim FC Hansa Rostock, am 25. Oktober in der Bundesliga und am 28. Oktober in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Ein stürmischer Herbst kündigt sich an.

Ungewöhnliche Maßnahme

Zwar sind die Vorzeichen andere, wenn die Hertha am kommenden Montag bei Hansa Rostock in den DFB-Pokal startet (20.45 Uhr): Die Berliner haben eine gute Vorsaison gespielt und sich für die nächste Spielzeit vielversprechend verstärkt, die Rostocker gehören längst nicht mehr zur Bundesliga, sondern zur Dritten Liga. Trotzdem lässt die anstehende Begegnung Erinnerungen wach werden an jene zwei Duelle vor 14 Jahren, als Dieter Hoeneß zu einer ungewöhnlichen Maßnahme griff.

Der Manager stellte Cheftrainer Stevens ein in der Liga heftig diskutiertes Ultimatum, was bei Hertha harmlos als „Vereinbarung“ umschrieben wurde. Stevens musste demnach beide Spiele gewinnen, um im Amt zu bleiben. Der Druck auf den Niederländer wuchs ins Unermessliche. Stevens sagte trotzig: „Ein Huub Stevens gibt nie auf!“

Luizaos Siegtreffer

In diesem ersten Duell um den Job des kantigen…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Sport

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.