Sepp Blatter im Exklusiv-Interview tief geschockt: «Ich fühle mich von meinen eigenen Leuten verraten»

Sepp Blatter (81) vermutet eine Fifa-interne Verschwörung gegen sich. Hier packt er aus – und verrät: „Ich habe als WM-Bonus 10 Millionen erhalten.»

Ein Komplott seiner eigenen Leute habe Sepp Blatter (81) als Fifa-Präsident gestürzt, schreibt der „Spiegel». Und präsentiert einen 8-seitigen Vertrag der Fifa mit der Kanzlei Quinn Emanuel. Er soll beweisen, wie man Blatter hintergangen hat.

Der Inhalt: Fifa-Chefjurist Marco Villiger beauftragt die Anwälte im Dezember 2014 damit, die Fifa-Interessen gegenüber der USA zu vertreten – obwohl man zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht weiss, dass die US-Justiz bald zuschlagen wird. Im Januar, 142 Tage vor den Festnahmen im Baur au Lac, unterschreiben Ex-Finanzchef Markus Kattner sowie der Ex-Generalsekretär Jérôme Valcke den Vertrag. Rechtlich ist alles in Ordnung, da sie zeichnungsberechtigt sind – aber das Brisante daran ist: Keiner informiert den Boss. Man lässt Blatter aussen vor – er vermutet eine interne Verschwörung und ist „tief geschockt».

Blatter sitzt im Restaurant Sonnenberg hoch über Zürich. Ein Glas Weisswein vor sich, etwas spanischen Schinken, Cervelat, Bündnerfleisch und Parmesan. Er sagt: „Ich glaubte immer an ein internationales Komplott gegen mich. Dass die USA mich im Visier hatten, weil die Amerikaner die WM 2022 nicht erhalten hatten. Aber ein internes Komplott? Nie im Leben», sagt er. Nun fühlt er sich von den eigenen Leuten hintergangen.

BLICK: Herr Blatter, belogen, betrogen und verraten – was trifft Ihr Empfinden am besten?
Sepp Blatter: Harte Worte, aber ja, verraten komme ich mir vor. Und auch hintergangen. Da weiss man bei der Fifa, dass von den USA etwas droht, aber der Boss wird nicht informiert. Es scheint wie ein intern abgekartetes und falsches Spiel.

Inwiefern?
Versetzen Sie sich in meine Situation. Ich war völlig ahnungslos, dass der Fifa etwas von der US-Justiz droht. Heute habe ich von einem Angeklagten aus Südamerika schriftliche Beweise, dass die Schweizer Justiz bereits im März 2015 …read more

Source:: Blick.ch – Sport

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