Lange Zeit hat die CDU die AfD auf gefährliche Weise ignoriert – das soll sich nun ändern, womöglich zu spät

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Wenige Meter vor der Wahl legt die AfD zu
Sie könnte als drittstärkste Kraft in den Bundestag einziehen
Die Union will sich wehren. Doch der Umgang mit der neuen Partei ist schwierig

So langweilig der Wahlkampf erscheinen mag, sobald sich Angela Merkel derzeit auf den Marktplätzen der Republik zeigt, kochen die Emotionen hoch.

Dann fliegen Tomaten, dann wird gepfiffen, gebrüllt, gehupt und gestört. Immer wieder kommt es zu massiven Protesten rechter Gruppen gegen Merkel-Auftritte. „Hau ab!“, rufen sie, oder „Merkel muss weg!“.

Im Osten brüllen oft so viele Protestler, dass die CDU-Anhänger Merkel nicht mehr verstehen können. Auch wenn die Kanzlerin in den Umfragen weit vorne liegt: Es brodelt an vielen Orten, in Heidelberg, in Torgau und Wolgast. CDU-Generalsekretär Peter Tauber sagt, dass Rechtsextreme „unter dem Banner der AfD“ mittlerweile fast alle Veranstaltungen störten.

➨ Mehr zum Thema: Krawall-Wahlkampf im Osten: In einem Moment wird es für Merkel in Strasburg richtig ungemütlich

Die rechte Flanke offen gelassen?

Der Druck von rechts auf Merkel wächst – aber nicht nur auf der Straße.

Zwei Wochen vor der Wahl erhält die AfD Rückenwind in den Umfragen. Die Partei könnte womöglich als drittstärkste Kraft in den Bundestag einziehen.

Während Merkel als Kanzlerin gesetzt gilt und bei der SPD bereits Katerstimmung herrscht, geht es nun um das Rennen um Platz drei. Im aktuellen ARD-„Deutschlandtrend“ liegt die Partei mit 11 Prozent vor Linken (10), FDP (9) und Grünen (8). Der von vielen als inhaltsleer gesehene Wahlkampf dürfte ihnen noch in die Hände spielen. Die Unruhe bei CDU und CSU wächst.

Hat man die AfD unterschätzt? Die rechte Flanke offen gelassen?

➨ Mehr zum Thema: Wie Angela Merkel und Martin Schulz mit ihrem Wahlkampf die Menschen in die Hände der AfD treiben

Kein Patentrezept

In der Union heißt es, es sei gelungen, Wahlkampf gegen die Vorstellung einer …read more

Source:: The Huffington Post – Germany

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