Das Expressionisten-Refugium: Berlins Brücke-Museum wird 50 Jahre alt

Der greise, aber erstaunlich vitale Wahlberliner Karl Schmidt-Rottluff – er nannte sich nach seinem Geburtsort, der Chemnitzer Vorstadt Rottluff – war am 15. September des Jahres 1967 noch so gut bei Kräften, dass er sich einen Künstler- Traum erfüllen konnte.

Am Dahlemer Bussardsteig wurde das Brücke-Museum eröffnet, als Ausstellungs-Refugium der 1905 in Dresden gegründeten, 1913 in Berlin aufgelösten legendären Vereinigung „Die Brücke“. Und Schmidt-Rottluff wurde der erste Direktor des Hauses, das vom Land Berlin und einem sehr aktiven Freundeskreis betrieben wird.

Karl Schmidt-Rottluff und seine Frau Emy hatten keine Kinder. Was also sollte aus seinen vielen Bildern werden? Und aus den eigenen und der ganzen Expressionisten-Sammlung mit den Werken der Gefährten, mit denen er durch Dick und Dünn gegangen war, durch Hoch und Tief, durch NS-Feme und -Bildersturm, Exilwege und Nachkriegszeit?

Stifter und Gründungs-Direktor

Schmidt-Rottluff, der an der Hochschule der Künste gelehrt und viele Schüler hatte, wusste zwar sein geistiges und stilistisches Erbe in guten Händen, aber der Bilderberg brauchte Ausstellungs-Raum.

Der Senat reagierte und unterstützte und finanzierte den Bau: Bereits zum Museumsstart schenkte Schmidt-Rottluff dem soliden Düttmann-Neubau mitten in der Dahlemer Natur-Idylle 75 seiner Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen. Weitere 1 400 Werke gingen nach seinem Tod, als Leopold Reidemeister das Haus leitete, als Stiftung oder Dauerleihgaben in die Sammlungen ein.

Auch der Brücke-Maler Erich Heckel hatte vor seinem Tod 1 500 Bilder spendiert, später kaufte Magdalena M. Moeller, Direktorin des Museums seit 1988, wichtige Brücke-Arbeiten an. Unter…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Kultur

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