Facebook: Fakten-Check ist laut Studie praktisch sinnlos

Die Kennzeichnung möglicher Falschmeldungen auf Facebook als „umstritten“ hat laut einer Studie kaum einen positiven Effekt. Das liegt auch an der schieren Menge der Fake News.

Fake News auf Facebook: Fakten-Check bringt nichts

In den USA arbeitet Facebook seit einiger Zeit mit externen Faktenprüfern zusammen, die mögliche Falschmeldungen überprüfen sollen. Glauben mindestens zwei dieser Organisationen, dass es bei einem Post um eine Fake News handelt, wird diese als „disputed“ („umstritten“) gekennzeichnet. Wissenschaftler der Yale-Universität haben in einer Studie jetzt aber gezeigt, dass diese Kennzeichnung praktisch nicht viel bringt. Demnach ist es durch den „Disputed“-Tag nur um 3,7 Prozent wahrscheinlicher, dass Nutzer eine falsche Schlagzeile auch als falsch anerkennen.

Fake News: So kennzeichnet Facebook „umstrittene“ Meldungen. (Bild: Facebook)

Zudem bemerkten die Studienautoren während ihrer Untersuchung noch ein weiteres Phänomen: Vor allem bei jungen Facebook-Nutzern und Unterstützern des US-Präsidenten Donald Trump hatte die Kennzeichnung einen gegenteiligen Effekt. Hier steigerte der „Disputed“-Tag sogar die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer eine falsche Meldung glaubten, wie Heise Online berichtet.

Der Grund dafür, dass die Wirkung der Kennzeichnung verpufft, liegt laut der Studie in der schieren Menge an Fake News auf Facebook. Die Faktenprüfer seien dadurch nicht in der Lage, alle Meldungen zu prüfen. Die Yale-Forscher fordern Facebook daher auf, seinen Nutzern deutlich zu machen, dass nicht alle Fake News auch als solche gekennzeichnet seien.

AnzeigeFacebook kritisiert Methodik der Fake-News-Studie

Facebook reagierte auf die Studie mit Kritik an deren Methodik. Zum einen hätten die Forscher die Befragung über eine Internet-Umfrage durchgeführt und nicht auf Facebook. Außerdem sei die Kennzeichnung bestimmter Meldungen als „umstritten“ nur ein Teil der Anstrengungen Facebooks gegen Fake News auf der eigenen Plattform. Zuletzt hatte Facebook etwa Seitenbetreibern, die wiederholt solche angezweifelten Inhalte verbreiteten, untersagt, weiter Werbeanzeigen zu schalten.

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Source:: T3n – News

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