Interview mit bpb-Chef Thomas Krüger: „Ich beobachte eine Stilllegung von Themen“

Herr Krüger, der Wahl-O-Mat ist mittlerweile über zehn Millionen Mal genutzt worden. Welchen Schluss ziehen Sie daraus?

Vor dem Start des Wahl-O-Mat habe ich ja gesagt, dass das Spielen des Wahl-O-Mat inzwischen „demokratischer Volkssport“ geworden ist. Und die Nutzungen in den ersten zwei Wochen bestätigen das aufs eindrücklichste: der Wahl-O-Mat genießt ein gigantisches Vertrauen und der Satz „Hast du schon den Wahl-O-Mat“ gespielt?“ ist in aller Munde.

Ich ziehe den Schluss daraus, dass sehr viele Menschen, die sich über die Positionen der zur Wahl stehenden Parteien informieren wollen, davon überzeugt sind, dass es eine gute Idee ist, mit dem Wahl-O-Mat in die Auseinandersetzung einzusteigen. Der Wahl-O-Mat ist so gesehen das beliebteste politische Informationsspiel.

Ist das ein Spiel? Ist das Ausdruck wachsender Politisierung? Oder fördert es die Politisierung erst?

Der Wahl-O-Mat ist insofern ein Spiel, als dass er seinen Nutzern Spaß macht und sie so über den spielerischen Ansatz zur Beschäftigung mit handfesten politischen Fragen bringt. In der Vergangenheit haben wir festgestellt, dass bei Wahlen mit hoher Politisierung der Wahl-O-Mat besonders stark nachgefragt wird. Man kann also durchaus behaupten, dass wachsende Nutzungszahlen beim Wahl-O-Mat ein Ausdruck wachsender Politisierung sind. Aber da gibt es auch…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Politik

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