Oberster Töff-Schweizer fordert nach Doppelsieg: «Jetzt muss das Rundstreckenverbot fallen»

Dominique Aegerter und Tom Lüthi sorgen mit dem Töff-Doppelsieg für einen Meilenstein im Schweizer Sport. Dabei können sie wegen des Rundstreckenverbots im eigenen Land gar nicht fahren. Walter Wobmann will das ändern.

Die Freude über den historischen Schweizer Doppelsieg mit Dominique Aegerter und Tom Lüthi ist in der Töff-Szene riesig. Aber bleibt er einmalig? Hinter den drei WM-Piloten Lüthi, Aegerter und Jesko Raffin kommt kaum Nachwuchs nach. Auch, weil in der Schweiz gar nicht gefahren werden darf. Wegen des seit 1955 existierenden Rundstreckenverbots müssen Talente stets im Ausland üben und Rennen fahren.

SVP-Nationalrat Walter Wobmann ist als Präsident der Schweizer Motorrad-Föderation (FMS) der oberste Töff-Schweizer und kämpft seit Jahren für die Aufhebung des antiquierten Verbots. Er sagt: „Ich habe riesige Freude am Doppelsieg. Lüthi und Aegerter sind sehr gute Botschafter für unseren Sport. Aber das Rundstreckenverbot kommt für sie und rund 20 andere Profi-Rennfahrer einem Berufsverbot gleich!»

Was war 1955? In Le Mans rast ein Auto in die Zuschauer, 84 Menschen sterben. In der Schweiz waren fortan Rennen auf den damals üblichen Strecken auf abgesperrten Strassen aus Sicherheitsgründen verboten. Das Verbot blieb. Während im Ausland moderne Rennstrecken entstanden und sich die Sicherheit von Fans und Fahrern um Lichtjahre verbesserte. Eine Initiative zur Aufhebung wird 2009 im Nationalrat angenommen, scheitert aber im Ständerat.

2015 lässt der Bundesrat wegen des geplanten Formel-E-Laufs in Zürich neu Rennen mit Elektroautos zu. Wobmann: „Jetzt muss das Rundstreckenverbot ganz fallen. Die Teilaufhebung ist ein Witz. Die Sicherheit hat doch nichts mit der Antriebsart zu tun.»Auch im Internet geht etwas: Auf der Plattform „change.org» wurde eine Petition zur Aufhebung lanciert.

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Source:: Blick.ch – Sport

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