Der einzige weibliche Klubboss in Israel: Alona Barkat ist die Königin der Wüste

Eine Frau hat bei Hapoel Beer Sheva alles revolutioniert: Alona Barkat (48). Am Donnerstag spielt der FC Lugano gegen die neu stärkste Macht im israelischen Fussball.

Europa League in der Wüste. Lugano spielt heute in der Glutofenhitze Südisraels bei Hapoel Beer Sheva. 33 Grad sind angesagt, zur Spielzeit (22.05 Uhr Ortszeit) sind es noch deren 27.

Beer Sheva schreibt eine beispiellose und beeindruckende Erfolgsstory. Verfasst wird diese märchenhafte Geschichte von Alona Barkat. Sie ist die erste und bisher einzige weibliche Klubchefin im israelischen Fussball. 2007 übernimmt Barkat den Verein, der in der zweiten Division dümpelt und am Rande des Ruins steht.

Barkat, die Ehefrau eines Milliardärs aus der Hightech-Branche, revolutioniert alles. Sie verwandelt den tristen Verein in die strahlendste, stärkste Marke im israelischen Klubfussball. Die Krönung: Meister 2016 und 2017.

„Für den Aufstieg zur Macht gibt es drei Schlüsselfaktoren», sagt Shaul Adar, israelischer Journalist, geboren und aufgewachsen in Beer Sheva. „Die Rückkehr von Israels Sturm-Legende Elyaniv Barda. Ein Transfer mit Magnetwirkung für weitere wichtige Verpflichtungen. Die Einstellung von Trainer Barak Bakhar. Und der Bau eines neuen, wunderschönen Stadions.» All das ermöglichte Alona.

„Die Stadt Beer Sheva wurde von der Regierung im Stich gelassen. Ausserhalb des Zentrums Israels, Wüstenstadt, unwichtig», sagt Adar. „Nur wenig Geld wurde in diesen Ort gesteckt. Doch dank Alonas Engagement ist alles anders: Mit dem Aufschwung des Klubs geht auch der Aufstieg der Stadt einher.»

Hapoel Beer Sheva ist auch in der Religionsfrage eine Erfolgsgeschichte im israelischen Fussball. Juden, Christen, Moslems zusammen im gleichen Team. Fünf arabische Israelis spielen in der Mannschaft. Sie werden von den Fans geliebt wie die anderen Kicker des Vereins.

Nicht wie bei Beitar Jerusalem, wo Rassenhass und Islamophobie geschürt wird. In den Klubstatuten Beitars steht, dass kein Araber im Verein spielen darf. Schlachtrufe der Anhängerschaft wie „Tod den Arabern» sind an der …read more

Source:: Blick.ch – Sport

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.