Hilferuf wird zur Anklage: Vermieter fordern Unterstützung beim Neubau

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) versuchte das Schreiben am Mittwoch noch als „ganz normalen Brief“ abzutun. Doch das Papier, das ihr die Chefs der sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen zugeschickt haben, ist alles andere als gewöhnlich.

Auf vier Seiten führen sie aus, was den Wohnungsneubau in Berlin aus ihrer Sicht behindert. Es ist ein Hilferuf, der zur Anklage wird. Denn eine Reihe der aufgelisteten Hindernisse sind auf die neue Wohnungspolitik der rot-rot-grünen Koalition zurückzuführen.

„Die städtischen Wohnungsunternehmen stehen zu ihrer Verantwortung, breite Schichten der Bevölkerung dieser Stadt mit Wohnraum in stabilen Quartieren zu versorgen“, heißt es in dem Brief. Das Ziel, bis 2021 insgesamt 30.000 Wohnungen zu errichten, gerate aber „absehbar deutlich in Gefahr“. Um es trotzdem zu schaffen, „brauchen wir Ihre Unterstützung“, appellieren die Chefs an Lompscher.

Die sechs Unternehmen fordern, dass ihnen das Land Berlin „sehr kurzfristig“ weitere Grundstücke für den Neubau zur Verfügung stellt. Denn ein Ankauf von Baugrundstücken sei in der Regel nicht mehr wirtschaftlich darstellbar – „aufgrund der derzeitigen Marktlage und der Einnahmemöglichkeiten“, sprich: der Mieten, die bei den städtischen Wohnungsunternehmen sehr sozial verträglich gestaltet seien.

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Ein Hinweis darauf, dass die politisch gewollte Begrenzung von Mieterhöhungen den Handlungsspielraum einschränkt. Darüber hinaus stünden große Bauflächen wie auf dem Flughafen Tegel und auf der Elisabeth-Aue…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Berlin

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