Hillary Clinton veröffentlicht «schonungsloses» Buch: Die grosse Enttäuschung

Zehn Monate nach ihrer Niederlage gegen Donald Trump hat sich Hillary Rodham Clinton zurückgemeldet. „What Happened» (deutsch: Was geschah) ist bereits ihr drittes autobiografisches Werk. Und nach eigener Einschätzung „das ehrlichste, offenste und schonungsloseste» von allen.

Zumindest die Selbsteinschätzung der 69-jährigen Demokratin ist ungebrochen: „Ich war davon überzeugt, dass ich eine verdammt gute Präsidentin sein würde», schreibt Clinton. Und entsprechend hatte sie das Wahlergebnis umgehauen.

Die Erinnerung an die ersten Tage und Wochen nach der Niederlage zeigt eine Clinton, die viele Amerikaner während des Wahlkampfs vermisst hatten: eine willensstarke, aber eben auch verletzliche Frau, die den Schmerz über die Niederlage mit dem Ausmisten von Kleiderschränken und den Vorbereitungen auf das Thanksgiving-Fest im Kreis der Familie bekämpft. Die es mit Yoga- und Atemübungen versucht. „Und mit einer ordentlichen Menge an Chardonnay.»

Geborgenheit in der Familie

Es sind durchaus anrührende Einblicke in das Seelen- und Familienleben der Clintons. Die waidwunde Hillary auf der Coach im Trainingsanzug. Der – noch – schwache Trost, künftig mehr Zeit für die Enkel zu haben. Die ersten trotzigen Theaterbesuche am New Yorker Broadway. Die Fürsorge von Bill Clinton, von Tochter Chelsea, dem Schwiegersohn und den Enkelkindern – all das liest sich gut und flüssig.

Sentimentalitäten verkaufen sich. Die dürfen bei der Nabelschau einer Verliererin von Clintons Kaliber nicht fehlen. Angesichts des gemunkelten Millionenhonorars ein verständlicher Wunsch des Verlags.

„Ich war die Beste!»

So viel hatte sie im Leben erreicht. Aber dem eigenen Ehrgeiz hatte der Erfolg nicht genügt. Ehrgeiz selbst innerhalb der eigenen Familie. Seit den politischen Anfängen in Arkansas hatten sie und ihr Mann immer gemeinsam gekämpft. Aber: Ob als First Lady neben Ehemann Bill, als Aussenministerin unter Obama oder als – durchaus erfolgreiche – Senatorin: Über die zweite Reihe hinaus hatte sie es nie geschafft. Diesmal, bei den Wahlen von 2016, wollte sie es endlich wissen.

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Source:: Blick.ch – Ausland

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