Unterwegs auf der Blüemlisalp: Das Bänkli als letzte Rettung

Spektakulär Blick zurück von der S­efinenfurrge auf die zerklüftete ­Berner Bergwelt.

Polo Hofers „Alperose» ist die Königsetappe des Bärentreks auf der Blüemlisalp: Ein Wander-Erlebnis in den Berner Bergen.

Seit Hofer sie in seinem Hit besungen hat, gehört sie zu den bekanntesten Gipfeln der Schweiz: die Blüemlisalp. Sie ist aber auch die Königsetappe des „Bärentreks» – der bekanntesten Langstreckenwanderung im Berner Oberland. Er führt von Meiringen im Haslital bis nach Gsteig bei Gstaad und dauert rund neun Tage. Die Tour lässt sich aber bestens abkürzen und bietet selbst in vier bis fünf Tagen (siehe Kasten) eindrückliche Einblicke in die Berner Bergwelt.

Empfehlenswert ist der Start ab Isenfluh oberhalb von Lauterbrunnen mit einem kurzen, steilen Zustieg in die gemütliche Suls-Lobhornhütte. Direkt gegenüber erheben sich ­Eiger, Mönch und Jung-frau – ein Panorama, das das Hüttenfrühstück zum Fünf-Sterne-Genuss macht.

Bald lässt man die sanften Weiden hinter sich und entert hochalpines Gelände mit schroffem Gestein und Gletschern in stetiger Sichtweite. Spätestens am dritten Tag weiss man, weshalb sich Polo aufs Bänkli vor der Blüemlis­alphütte setzen musste: Nach der Überschreitung der Sefinenfurgge und fünf Stunden Marsch sind noch 800 Höhenmeter aufs Hohtürli zu bewältigen – die grösste Belastungsprobe der Tour. Oben angekommen, sind die Strapazen angesichts des überwältigenden Panoramas vergessen. Auch, weil man weiss, dass am letzten Tag nur noch der Abstieg zum türkisblauen Oeschinensee wartet.

Unbedingt bei der Alp Oberbärgli den rechts abbiegenden Höhenweg nehmen. Die etwas längere Marschzeit wird mit grandiosen Aussichten auf den See belohnt. Überflüssig zu beschreiben, wie sensationell sich der Schwumm im kalten Bergwasser nach vier Tagen ohne Dusche anfühlt.

Gut zu wissen:

Schlafen: Wer die Tour in vier Tagen mit zwei Etappen à sieben Stunden ­absolviert, übernachtet in der Suls-Lobhorn-, der Rotstock- und der Blüemlis-alp-Hütte. Bei kleineren Tagesetappen empfiehlt sich ein zusätzlicher Halt in der Schilthorn- oder der Gspaltenhornhütte. Unbedingt reservieren.

Saison: Die Hütten sind bis Mitte/Ende Oktober bewartet.

Wetter: Zwingend informieren. Einige Hütten­warte geben telefonisch Auskunft.

…read more

Source:: Blick.ch – Life

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.