Chefin von Ikea Schweiz über Frauen in der Wirtschaft: «Frauen haben keine Probleme und sind kein Problem»

ZÜRICH –
Sie ist eine von weniger Frauen, die es an die Spitze eines grossen Unternehmens geschafft haben. Genau darum ist Simona Scarpaleggia, Chefin von Ikea Schweiz, besonders engagiert im Kampf für starke Frauen in der Wirtschaft.

BLICK: Frau Scarpaleggia, wie beschreiben Sie Ihr Verhältnis zu Männern?
Simona Scarpaleggia: Als sehr gut. Warum?

Sie sind CEO von Ikea Schweiz und kämpfen für die Gleichstellung von Frauen im Beruf. Das hört sich gut an. Aber man macht sich nicht nur Freunde.
Wir können in der Schweiz und anderswo zeigen, dass Gleichstellung gut für das Geschäft ist. Es geht nicht darum, Männer zu bekämpfen. Sondern darum, dass Mädchen und Frauen die gleichen Chancen haben. Wenn ich mit jungen Frauen spreche, sagen sie mir: Ich will Karriere machen, aber überall sind nur Männer. Vielleicht ist das nichts für uns.

Was antworten Sie?
Ich glaube an die Kraft des Vorbildes.

Sie haben Ihre Karriere vor über 30 Jahren in Italien begonnen. Sie haben drei Kinder. Wie haben Sie das geschafft?
Es war hart. Der erste Schritt ist, dass wir Frauen ehrlich sein müssen. Und nicht alles kleinreden. Als ich angefangen habe, habe ich voll nach den Regeln der männlich dominierten Wirtschaft gespielt. In Italien hat man damals die wirklich wichtigen Meetings erst nach sechs Uhr abends gemacht. Weil Männer gewöhnt sind, gegen acht Uhr nach Hause zu gehen. Dann hat jemand für sie Abendessen gemacht, sich um die Kinder gekümmert, auf sie gewartet. Ich hatte keine Familie, keine Kinder und keinen Einfluss. Also musste ich nach den Regeln spielen. Aber in dem Moment, in dem ich mehr Verantwortung hatte, habe ich die Regeln geändert. Indem ich geändert habe, um welche Zeit wichtige Treffen stattfinden, konnte ich mehr Frauen die …read more

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

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