Air Berlin: Aufstieg und Fall des Joachim Hunold

Irgendwann hat sich das gesunde Selbstbewusstsein des Joachim Hunold (67) in Selbstüberschätzung verkehrt. Berauscht vom eigenen Erfolg hat der Gründer und langjährige Konzernchef von Air Berlin eine Kette von Fehlentscheidungen getroffen – und damit sein Lebenswerk zertrümmert.

Und warum? Weil Hunold sich mit seinem Image als Ferienflieger, als Mittelmeer-Spezialist und Erfinder des Mallorca-Shuttles, das er sich seit 1991 aufgebaut hatte, nicht mehr zufriedengeben konnte. Er sei „besoffen von der eigenen Unfehlbarkeit“ gewesen, gepaart mit der „fehlenden Größe, Fehler rechtzeitig einzugestehen“, zitiert das „Wirtschaftswoche“ einen seiner Nachfolger.

Hunold wollte immer mehr, Air Berlin auf Augenhöhe mit der Lufthansa bringen. Dafür kaufte er groß ein, 2004 eine Beteiligung an der österreichischen Niki Air, zwei Jahre später übernahm er den Städteflieger Deutsche BA, wenig später die LTU. Der einstige Super-Unternehmer aus Düsseldorf, hemdsärmlig und um keinen Spruch verlegen, hielt das für gute Geschäfte. Dabei waren sie der Beginn eines rasanten Sturzflugs, weil es Hunold nie gelang, die Zukäufe in den Konzern zu integrieren. Sehr schnell wachsen, befeuert durch den Börsengang im Jahr 2006, das war sein einziger Antrieb.

Teurer Gemischtwarenladen

Air Berlin, ein teuer Gemischtwarenladen, musste plötzlich alles bedienen: Urlauber und Geschäftsreisende auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke. Die Verwaltung übermäßig teuer und ineffektiv,…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Wirtschaft

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