Ostukraine: Berichterstattung aus dem No-Go Land

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Donezk und Lugansk sind aktuell für Journalisten fast unerreichbar.

Die Separatistengebiete einschließlich vieler Ortschaften in der Kampfzone werden von der internationalen, aber auch der Berichterstattung in der Ukraine selbst weitgehend abgekoppelt. Dies wurde bei einer Medienkonferenz des Journalistennetzwerkes n-Ost vergangene Woche in Kiew bekannt.

Unter dem Thema „Im Inneren vom blinden Fleck – über was wir berichten und was wir nicht sehen“ hatten sich drei Tage lang Journalisten und Medienfachleute aus ganz Europa mit dem Thema Ukraine beschäftigt.

Wie Oksana Grytsenko von der Kyiv Post informierte, war es zu Beginn des Konflikts vor rund drei Jahren zumindest für ukrainische Journalisten immer möglich, zu beiden Seiten der Kampflinie zu kommen.

Nun aber sei das immer schwerer geworden. Nur manchmal gehe es noch im Rahmen von UN-Missionen. Gesicherte und überprüfbare Informationen aus dem Kriegsgebiet gibt es deshalb kaum mehr mit Ausnahme der Beobachterberichte der OSCE-Mission, die täglich auch für die Medien ein gutes Lagebild vermitteln.

Nikolaus von Twickel, der rund sechs Monate für die OSCE-Mission in der Ukraine arbeitete, berichtete, dass es im Moment für ausländische Journalisten so gut wie unmöglich ist nach Donezk zu kommen und in den Kriegsgebieten zu recherchieren.

Offizielle Voraussetzung dazu ist die Ausstellung der sogenannten ATO (Anti-Terrorist Operation Zone) Karte. Das gehe nur über das ukrainische Verteidigungsministerium sowie den ukrainischen Geheimdienst. Selbst mit Besitz der ATO-Karte bedeute das aber noch lange nicht, dass man die von den Truppen der Separatisten kontrollierten Checkpoints passieren dürfe.

Dem Kiewer Korrespondenten der Deutschen Welle (DW) wurde kürzlich die ATO-Genehmigung verweigert. Ihm ist allerdings vom ukrainischen Verteidigungsministerium angeboten worden, seine Fragen zu schicken.

Man würde das für einen guten Preis für die DW abarbeiten und nach Kiew schicken. Korrespondent Christian F. Trippe hat das aber dankend abgelehnt. Insgesamt sind in Kiew noch zwölf internationale Korrespondenten tätig. Zum Vergleich: in Moskau arbeiten …read more

Source:: The Huffington Post – Germany

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