Berlin, berauscht und blutig

Die Serie „Babylon Berlin“ führt ins Berlin der 1920er-Jahre, eine Stadt am Wendepunkt.

Rauschhafter Exzess und extreme Armut, Emanzipation und Extremismus, Verlockung und Abgrund stehen sich im Berlin der Zwanzigerjahre gegenüber. Für Kunst und Kultur sind es „Goldene Jahre“, gleichzeitig blüht das Verbrechen und der Nationalsozialismus keimt auf.

Berlin, die Stadt der Sünde. So lautet der passende Untertitel zur Serie „Babylon Berlin“, die heute, Freitag, um 20.15 Uhr auf dem Bezahlsender Sky startet. Die zwischen historischem Drama und blutigem Krimi, zwischen Burlesque-Show und Beamtenalltag changierende Serie ist ein Projekt der Superlative; teuerste deutsche Serie (38 Mio. Euro), erste Kooperation eines öffentlich-rechtlichen Senders (ARD) mit einem privaten (Sky), 180 Drehtage, zirka 5000 Komparsen sowie ein Starensemble deutscher Schauspieler. Ein enormer Aufwand, der sich ausgezahlt hat. Denn die Serie mit 16 Folgen à 45 Minuten ist ein fantastisches Sittengemälde des Berlin der späten Zwanzigerjahre, das es in puncto Glamour, Intensität, Spannung, Ausstattung und Storytelling mit US-amerikanischen Vorbildern aufnehmen kann.

In der von drei (!) Regisseuren – Tom Tykwer („Lola rennt“), Henk Handloegten und Achim von Borries – umgesetzten Serie, die auf den Romanen von Volker Kutscher basiert, schlägt sich Kommissar Gereon Rath (Volker Bruch) durch ein Berlin voller Sex und Korruption. In weiteren Rollen glänzen Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter und Karl Markovics als österreichischer Journalist Samuel Katelbach.

KURIER: Wie war es für sie beide, in das Berlin der 1920er-Jahre einzutauchen?
Volker Bruch: Es war spannend und intensiv zugleich. Möglich gemacht haben das unglaublich viele Menschen, die akribisch diese detailgetreue Welt erschaffen haben. Es wurde im Vorfeld viel probiert, getestet, getüftelt und herumgeschneidert, um das zu entwickeln, was die Zuseher jetzt sehen können. Eine Welt, in die ich mit Freude eingetaucht bin.
Liv Lisa Fries: Für mich hat sich das Ganze gar nicht so fremd angefühlt, weil ich die Mode, die Architektur, das Interieur und …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

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