Ein österreichisches Modell der AfD: Die Liste Kurz

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Sebastian Kurz (links) mit Christian Rainer, dem Herausgeber des österreichischen Nachrichtenmagazins profil (rechts), in der Mitte der Unternehmer Rahimi

Sebastian Kurz wurde von Politikberatern ein charismatisches Image gebaut. Er soll die alte Systempartei ÖVP ersetzen. Mit der Liste Kurz.

Liste Sebastian Kurz wird am Amtlichen Stimmzettel für die Nationalratswahl am 15. Oktober in der Republik Österreich stehen. Die Liste Sebastian Kurz steht an zweiter Stelle des Stimmzettels und soll die traditionelle ÖVP ersetzen, die bei den letzten Wahlen den zweiten Platz einnahm.

Die „Liste Sebastian Kurz“ ist die Parteibezeichnung am Stimmzettel. Sie definiert sich als die „neue ÖVP“. Damit ist das Ende der bisher bürgerlichen ÖVP im Prinzip schon eingetreten.

Offenbar denkt man in der ehemals bürgerlichen ÖVP, dass die alte Systempartei nicht mehr reüssieren kann. Es soll auf eine Zeitenwende reagiert werden, die nach neuen Parteien in Europa verlangt. „Liste Sebastian Kurz“ wird damit zum österreichischen Modell der „Alternative für Deutschland“ (AfD). Auch in den inhaltlichen Schwerpunkten sind Parallelen erkennbar.

Kritisierte Bundeskanzlerin Merkel

Da Sebastian Kurz sich mit dieser Ausrichtung von der alten Systempartei ÖVP schon trennte, kannte er auch keine Hemmungen die deutsche CDU-Bundeskanzlerin Merkel in die Kritik zu nehmen. Auch die CDU ist für Sebastian Kurz und seine Berater letztlich nicht mehr als eine Systempartei, die abgelöst werden sollte.

Die Kritik an Angela Merkel war inhaltlich aber nicht gerechtfertigt. Es ging um den Umgang mit Vertriebenen aus Kriegsregionen, insbesondere aus Syrien. Die Flüchtlingspolitik der deutschen Bundesregierung war dabei aber vorbildlich. Kurz wollte mit der Kritik sich bewusst profilieren, auf Kosten der deutschen Bundeskanzlerin.

Sensibles Thema

Die Flüchtlinge aus Syrien sind eigentlich Assyrer, die der christlichen Kultur angehören. Sie stammen aus den Ländern des alten Mesopotamiens und leben in der Diaspora in mehreren Ländern Europas und der USA, insbesondere seit 1915 ein Völkermord an den Assyrern begangen wurde. Der Umgang mit …read more

Source:: The Huffington Post – Germany

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