Berichte über Explosionen: Militärputsch gegen Simbabwes Diktator Mugabe?

In Simbabwes Hauptstadt Harare hat es laut Medienberichten drei laute Explosionen gegeben. Angesichts einer ungewöhnlichen Militärpräsenz gibt es in dem Land seit Dienstag Gerüchte über einen möglichen Militärputsch.

In der Hauptstadt Simbabwes, Harare, hat es laut Medienberichten drei laute Explosionen gegeben. Angesichts einer ungewöhnlichen Militärpräsenz gibt es in dem Land seit Dienstag Gerüchte über einen möglichen Militärputsch.

Am Mittwochmorgen berichteten der französische Auslandsradiosender RFI und der US-Sender Voice of America unter Berufung auf Anwohner von den Explosionen.

In Simbabwes Hauptstadt Harare kam es am Dienstag zu einer ungewöhnlich grossen Militärpräsenz. Bislang unbestätigten Befürchtungen zufolge soll das Militär Langzeitpräsident Robert Mugabe (93) absetzen wollen. Der Oberkommandeur der Streitkräfte, General Constantino Chiwenga, hatte Mugabes Regierung am Montag öffentlich scharf kritisiert.

US-Botschaft warnt Bürger

Die Botschaft der Vereinigten Staaten hat ihre Staatsbürger in Simbabwe angesichts der Putschberichte zu grosser Vorsicht aufgerufen.

Die US-Botschaft werde am Mittwoch geschlossen bleiben, das Personal sei aus Sicherheitsgründen aufgefordert worden, zuhause zu bleiben, erklärte die diplomatische Vertretung. Die britische Regierung rief angesichts von Berichten über Militärfahrzeuge ausserhalb von Harare zur Wachsamkeit auf.

Mugabe hatte vergangene Woche seinen langjährigen Vizepräsidenten Emmerson Mnangagwa gefeuert, einen Verbündeten von Armeechef Chiwenga. Die beiden gelten als Kritiker von First Lady Grace Mugabe, die ihrem Mann nachzufolgen hofft. Chiwenga hatte Mugabe deswegen kritisiert und ihn dazu aufgefordert, keine weiteren erfahrenen Parteimitglieder mehr abzusetzen.

Mugabe regierte seit 37 Jahren

Mnangagwa war mehrmals mit der 52-jährigen Präsidentengattin Grace Mugabe aneinander geraten, die mit ihm um die Nachfolge des 92-jährigen Präsidenten wettgeeifert haben soll. Die Amtsenthebung von Vizepräsident Emmerson Mnangagwa war das jüngste Anzeichen der zunehmenden politischen Instabilität in Simbabwe.

Präsident Mugabe ist Afrikas ältester Staatschef und regiert Simbabwe seit 37 Jahren mit harter Hand. Trotz seines hohen Alters weigerte er sich bisher, einen Nachfolger zu benennen.

Bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr will er erneut antreten. Allgemein wird …read more

Source:: Blick.ch – Ausland

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