Kommentar zum Nahostkonflikt: Alte Feinde werden zu neuen Feinden

Donald Trump ist verliebt in Superlative. Er selbst, findet er, ist der mutigste Politiker, den es je gab. Und so erkannte er als erster amerikanischer Präsident Jerusalem als Hauptstadt Israels an. Mit der Planung und dem Bau der neuen US-Botschaft soll nach seinem Willen sofort begonnen werden in der Stadt, die von zwei Völkern und von drei Religionen beansprucht wird. Politisch hätten die Vereinigten Staaten das nie riskiert, wenn sie nicht Saudi-Arabien und auch Ägypten hinter sich wüssten.

Denn trotz der störrischen Mahnungen des alten Königs Salman an die Adresse des ansonsten geschätzten Donald Trump – für die junge Garde unter seinem Sohn und Kronprinzen Mohammed bin Salman steht längst nicht mehr der Nahostkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern im Mittelpunkt ihrer Regionalstrategie, sondern die totale Konfrontation mit dem schiitischen Erzfeind Iran.

Riad möchte Israel als Kampfpartner gewinnen

Dieser Machtkampf wird aus ihrer Perspektive in den nächsten Jahrzehnten das Geschehen des Nahen und Mittleren Ostens dominieren. Der erbarmungslose Krieg im Jemen, die rabiate Isolation des Golfemirats Katar und der in Riad erzwungene zeitweise Rücktritt des libanesischen Premierministers Hariri geben nur einen ersten Vorgeschmack. Für den Thronfolger ist sein Gegenspieler in Teheran, Revolutionsführer Ali Khamenei, nichts weniger als der neue Hitler. In dieser apokalyptischen Panik weiß er sich mit Trump einig. Und hierfür möchte Riad nun auch Israel als Kampfpartner…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Politik

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