Museum of Modern Art: Ausstellung zeigt die Grundformen unserer modernen Mode

Das Museum of Modern Art in Manhattan hat in den vergangenen Jahren einiges an Kritik einstecken müssen. Man biedere sich zu sehr dem Massengeschmack an, hieß es, die ernsthafte Auseinandersetzung mit der modernen Kunst sei dem Spektakel gewichen. Pop-affine Ausstellungen, wie die zu der Popsängerin Björk vor zwei Jahren, zogen giftigen Hohn auf sich.

Vielleicht hat man sich auch deshalb beim MoMA so lange geziert, sich die Mode ins Haus zu holen. Viele andere Häuser von Weltrang haben längst Mode als ernst zu nehmendes Design geadelt, nicht zuletzt auch das altehrwürdige Metropolitan Museum, nur eine knappe Meile vom MoMA entfernt.

Erst vor kurzem ging dort eine Ausstellung über das japanische Label Comme des Garcons zu Ende. An gleicher Stelle waren in der Vergangenheit Entwürfe von Armani, Versace oder Alexander McQueen zu bewundern.

Der Anzug als Zeichen der Macht

Doch auch diese Ausstellungen mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, die Kunst zu verraten. Und genau davor wollte man sich wohl an 53ten Straße schützen, bevor man sich die flüchtige Kunst des Modedesigns ins Haus holt. Das lange Zaudern hat sich ausgezahlt.

Der aktuellen Ausstellung „Items – Is Fashion modern?“ gelingt es, Fragen an die Mode zu stellen, die dem MoMA als Hüterin der hohen Moderne würdig sind. Die Ausstellung beansprucht nicht weniger, als die Sprache der Mode in der Moderne zu decodieren, das heißt als gesellschaftlich-politisches System insgesamt zu erklären.

Dazu hat Kuratorin Paola Antonelli die Modeartikel danach sortiert, wie sie über die Jahrzehnte Bedeutungen angenommen und wieder verloren haben und wie sie als gesellschaftliche Symbolträger funktionieren. So wird etwa im letzten Raum der Ausstellung der Anzug als…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Kultur

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