Interview mit Stephan Porombka: „Mittendrin im Experiment“

In seinem jüngsten Buch „Es ist Liebe“ setzt Stephan Porombka sich mit dem Thema „Liebe im digitalen Zeitalter“ auseinander. Der Autor, UdK-Professor und Social-Media-Experte rät seinen Lesern, sich umzudrehen und wegzugehen, wenn in Gesprächen Menschen behaupten, dass das Internet das Ende der Romantik sei. Denn Liebe in Zeiten des Smartphones könne durchaus romantisch sein, sagt Porombka.

Die digitale Kommunikation sorgt dafür, dass kaum noch Liebesbriefe per Hand geschrieben werden. Wie ist das bei Ihnen und Ihrer Freundin?

Ich spreche immer von Smartphone-Love. Bei mir persönlich war das so, dass ich meiner Freundin nicht auf der Straße oder in der Universität begegnet bin, sondern über Instagram kennengelernt habe. Wir sind uns erst gegenseitig gefolgt und haben die Bilder des anderen gesehen und gelikt. Dann haben wir angefangen, uns privat zu schreiben. Und schließlich kam es zum ersten persönlichen Treffen. Danach sind wir auf andere Kanäle ausgewichen. Wir schreiben viel bei WhatsApp. Wir schreiben aber vor allem viel bei Snapchat.

Und das ist romantisch?

Natürlich kann man jetzt sagen, das ist ja komisch, das ist ja eigenartig. Aber es verändert sich etwas. Es wird unglaublich viel experimentiert, da es keine Vorbilder gibt. Man muss es einfach mal ausprobieren. Dieses Ausprobieren macht die Liebe aus. Dieses Nicht-wissen-wie-es-Geht, sondern den Partner überraschen, sich etwas einfallen lassen, das ist romantisch.

Was heißt das konkret?

Mit meiner Freundin habe ich bei Snapchat etwas entwickelt, was es so noch nicht gab. Ich nenne es Liebesfilm. Der sogenannte Liebesfilm auf Snapchat arbeitet mit der Umgebung, in der man sich befindet. Auch ganz viel mit den Stimmen. Und natürlich mit Gesichtsausdrücken. Man kann auch Musik einbauen oder nur einzelne Bilder…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Digital

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