Matteo Renzi: Noch ein Sozialdemokrat im freien Fall

In Deutschland und Italien teilen die Chefs der Sozialdemokraten ein Schicksal: Martin Schulz und Matteo Renzi erlebten einen kometenhaften Aufstieg und tiefen Fall. Wie einer versucht, wieder aufzustehen – und dabei endgültig stürzen könnte.

„Dürfen wir Matteo Renzi in Brand setzen?“

Das rote Herz Italiens schlägt nicht mehr, ist Massimo Giannotti überzeugt. Der Mann in den Sechzigern, der hinter dem Tresen in einer Bar in Florenz steht, ist wütend. „Dürfen wir Matteo Renzi in Brand setzen? Auf dem Platz vor dem Dom?“ Ja, das sei jetzt radikal gewesen, gibt er zu. Aber er wünsche sich, dass die Sozialdemokraten um ihren Chef bei den Parlamentswahlen am 4. März 2018 eine Niederlage kassieren.

Während SPD-Chef Martin Schulz in Deutschland in der Versenkung zu verschwinden droht, versucht sich der Chef der italienischen Sozialdemokraten nach seiner Niederlage bei einem Referendum über eine Verfassungsänderung 2016 wieder hochzukämpfen.

„Sucht mir einen, der keine Fehler gemacht hat“

Gut sieht es für den Ex-Ministerpräsidenten auf dem Höhepunkt des Wahlkampfs nicht aus – das angesehene Magazin „L’Espresso“ bezeichnete Renzi als „Meistgehassten“ in Italien. Sein Partito Democratico schadet sich mit Grabenkämpfen. Selbst in Florenz, wo der 43-Jährige einst als Bürgermeister gefeiert wurde, scheint der Rückhalt zu schwinden.

Ein oft geäußerter Vorwurf: Renzi gehe es nur um sich. Er habe die klare Botschaft der Wähler nicht verstanden – dabei sei er es doch selbst gewesen, der das Referendum zu einer Abstimmung über seine eigene politische Zukunft erklärt hatte. Umfragen zeigen, dass das Vertrauen der Wähler in Renzi als Führungsfigur erschüttert ist. „Sucht mir…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Politik

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