Berlinale 2018: Wes Andersons tragikomische Welt der verlorenen Träume

Wie würde Wes Anderson die Berlinale inszenieren? Die Frage ist sehr theoretisch, und doch hat man gleich ein Bild. Zunächst würde er wohl, in kleinen Vignetten, die handelnden Figuren vorstellen – dramatis personae! Da gäbe es Dieter Kosslick als großen Patriarchen, der seine Felle davon schwimmen sieht, wie Bill Murray oder Gene Hackman in seinen Filmen.

Unter dessen müden Augen würden die jungen Kreativen sinnlos ambitionierte Projekte vorstellen, sich lieben wie Geschwister und manchmal auch verlieben, ohne wirklich miteinander zu kommunizieren, vielleicht in einer aufgeschnittenen Version des Berlinale-Palasts über die Stockwerke verteilt verlorenen Träumen nachhängen.

Auf Gruppenfotos wären sie eine große Familie und schauten doch in die Kamera, als würden sie sich kaum kennen. Zutiefst melancholisch wäre das alles, und natürlich todkomisch.

Zuletzt ein Silberner Bär

In der Realität verstehen sich der Festival-Direktor und sein amerikanischer Gast prima. Wes Anderson ist der Filmemacher, der die Stars bringt. Dreimal war er schon da, zuletzt gewann er mit „Grand Budapest Hotel“ den Silbernen Bären. Ralph Fiennes, Tilda Swinton, Bill Murray, Saoirse Ronan und Willem Dafoe rückten an.

Nicht wenige von ihnen werden auch diesmal wieder dabei sein, wenn „Isle of Dogs“ am Donnerstag mit seiner Weltpremiere das Festival eröffnet. Es ist Wes Andersons zweiter Animationsfilm nach „Der fantastische Mr. Fox“, das garantiert viele Sprechrollen und der Texaner setzt bekanntlich auf Familie.

Der Film spielt auf einer dystopischen Müllhalde in einem Science-Fiction-Japan, die Hauptdarsteller sind Hunde. Stilistisches Vorbild,…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Kultur

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