„I‘m not Heidi‘s Girl“: Hamburger Schülerinnen wehren sich gegen GNTM

Sie sitzen mit ihren Freundinnen im Unterricht, treffen sich zum Kickboxen in der Turnhalle und zum Quatschen im Treppenhaus. Und wenn man sie sich so ansieht, wie sie mit selbstbewusstem, herausforderndem Blick der Kamera entgegenlaufen, glaubt man nicht, dass man sich um diese Mädchen – und den einen Jungen, der dabei ist – Sorgen machen müsste. Doch die Realität sieht anders aus.

„Der Druck ist enorm“, sagt Aliya Ilgin. Die 15-Jährige gehört zu einer Gruppe von Hamburger Schülerinnen, die seit ein paar Tagen im Netz mit einem YouTube-Protestsong für Aufmerksamkeit sorgt. „I‘m not Heidi‘s Girl“ heißt er, in Anlehnung an die TV-Casting-Show Germany‘s Next Topmodel, kurz auch GNTM genannt, in dem Modelmutter Heidi Klum die Protagonistinnen gerne als ihre „Mädchen“ bezeichnet.

„Ich kann alles sein, was ich will“

Bis zum Mittwochabend wurde das Video knapp 300.000 Mal angeklickt. Song und Video handeln von dem Druck, einem bestimmten Bild zu entsprechen, einer Schönheitsnorm, die auch in Sendungen wie GNTM vermittelt wird.

Der Song bezieht sich auf den Hashtag #notheidisgirl der feministischen Gruppe Vulvarines. Aliya Ilgin spielt im Video auch Gitarre. „Ich bin nicht Heidis Mädchen. Ich kann alles sein, was ich will“, singen Aliya und ihre Freundinnen. „Ich habe Stil und Verstand und mehr – an mir gibt so viel zu bewundern.“

„Der Beruf wird glorifiziert“

Kritik an Heidi Klum und ihrer Sendung sind nichts neues. Fast so lange wie GNTM existiert, wird über einen möglichen Schaden der Show und ihren Zusammenhang mit Essstörungen bei Jugendlichen diskutiert. Die Zahl der an Essstörungen Erkrankten erhöht sich beinahe Jahr für Jahr, laut Daten der Krankenkasse Barmer GEK stieg die Zahl der Krankheitsfälle bundesweit…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Politik

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