Start der Berlinale 2018: Hunderte Filme werfen einen Blick auf uns

„Das Kino ist keine Wunschmaschine, sondern vor allem eine Folterbank“, hat der Filmkritiker Michael Althen einmal notiert, und er spielte damit auf das seltsame Unbehagen an, das einen im flauschigen Sessel vor der Leinwand mitunter beschleichen kann. „Im Kino ist man entweder zu alt oder zu jung, zu reich oder zu arm – oder zu deutsch, um etwa amerikanisch zu sein oder französisch.“

Der leider viel zu früh verstorbene Filmkritiker Michael Althen wusste nur allzu gut, wie sich die gelungene Verbindung von richtigem Leben und gutem Kino anfühlen muss. Man geht ins Kino, um der Welt zu entfliehen und hofft darauf, sie auf eine andere Weise doch auch zu finden.

Gründung im Jahr 1951

Es ist wieder so weit, von diesem Donnerstag an sollen die 68. Berliner Filmfestspiele für die kommenden zehn Tage einmal mehr den Stoff liefern, aus dem Träume und Glück, die Sensationen des Gewöhnlichen, aber auch Entsetzen und Erschrecken gewonnen werden. In Zahlen hört sich das so an: Gezeigt werden 385 Filme, davon sind 110 deutsche Produktionen oder Ko-Produktionen. Im Wettbewerb treten 19 Filme gegeneinander an, darunter vier deutsche. Die Berlinale ist einmal mehr ein großes Schaufenster für den internationalen Film, sie soll aber auch ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Standortfaktoren für eine nationale Filmindustrie sein.

Das ehrgeizige Bestreben, dabei alles gut und richtig zu machen, hat seit jeher das Berlinale-Geschehen bestimmt. Seit seiner Gründung im Jahre 1951 steht das Festival unter einem hohen Erwartungsdruck, Berlin jenseits des Kinosaals zu besonderem Glanz zu verhelfen. Über die Jahrzehnte hinweg ist es dem Festival gelungen, mit einem gekonnten Spagat zwischen Avantgarde; Eigensinn und Volksnähe die Stellung als attraktivstes…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Kultur

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