Thiam verteidigt abgestürztes CS-Hochrisiko-Produkt: «Was wollen Sie noch mehr?»

Ein an der Börse gehandeltes Finanzprodukt der Credit Suisse hat Anfang Februar einen Grossteil seines Wertes eingebüsst. Das hat die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen. CS-Chef Tidjane Thiam sieht dafür jedoch keinen Grund.

Auf eine entsprechende Frage an der Bilanzmedienkonferenz heute Mittwochmorgen in Zürich las der Chef der Grossbank aus dem Emissionsprospekt des Finanzproduktes vor. Da stehe zum Beispiel auf den ersten Seiten, dass das Finanzprodukt nur für professionelle Investoren sei, sagte Thiam. Vor allem aber finde sich im Prospekt der klare Hinweis, dass das Produkt höchstens einen Tag gehalten werden sollte und es sich um ein Trading-Produkt ohne eigenen Wert handle.

„Was wollen sie mehr», lautete die rhetorische Frage Thiams an das Publikum. Er verwies zudem auf die verschiedenen Qualitätskontrollen, die ein neues Finanzprodukt in der Bank durchläuft, bis es lanciert wird.

US-Börsenaufsicht hellhörig

Anfang Februar hatte die Credit Suisse ein Anti-Volatilitäts-Derivat vom Markt genommen, nachdem das Finanzprodukt nach Börsenschluss 85 Prozent seines Wertes eingebüsst hatte. Mit dem Derivat konnten professionelle Anleger auf stabile Börsenkurse wetten. Mit dem Einbruch der Börse Anfang Februar und dem damit einhergehenden Anstieg der Volatilität verlor das Papier jedoch massiv an Wert.

Dieser Kurssturz hat die US-Börsenaufsicht SEC auf den Plan gerufen. Dabei will die SEC laut einem Bericht des Wall Street Journals wissen, wie das Spezialprodukt berechnet werde und ob auch Privatkunden von den Turbulenzen betroffen waren. Auch die Schweizerische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat in der Sache Kontakt mit der Bank aufgenommen. (SDA)

…read more

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.