Die Ziele des Syrien-Angriffs im Detail

Flughafen, Forschungszentrum, Depot: Das Ausmaß der Schäden durch den Angriff der Westmächte ist noch nicht objektiv bezifferbar.

Die USA, Frankreich und Großbritannien haben in der Nacht zum Samstag mehrere Ziele in Syrien angegriffen. Das Ausmaß der Schäden ist nicht objektiv bezifferbar.

Nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur TASS wurden die meisten der mehr als hundert Raketen von der syrischen Luftabwehr abgefangen. Die syrische
Nachrichtenagentur SANA meldete, bei den Angriffen seien drei Zivilisten verletzt worden. Der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson sprach von „signifikanten Auswirkungen“ der Angriffe, die Assads künftige Möglichkeiten einschränken würden. Laut Angaben aus Frankreich wurde das syrische Chemiewaffen-Arsenal sogar zu einem „großen Teil“ zerstört.

Nachfolgend die bestätigten Orte, die die Westmächte ins Visier genommen haben:

MILITÄRFLUGHAFEN DUMAIR: Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge wurde der Militärflughafen Doumair östlich von
Damaskus angegriffen. Die syrische Luftabwehr habe aber alle zwölf Geschosse abgefangen, hieß es in Moskau. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass keine „Raketen“ in Doumair eingeschlagen seien.

APA/apa

Von dem Flughafen östlich von Damaskus sollen die Helikopter des Typs Mi-8 Hip gestartet sein, die nach westlichen Angaben den Giftgasangriff in Duma in dem Gebiet Ost-Ghouta am Samstag vor einer Woche ausführten. Von dem Flugplatz starteten auch die Kampfjets, die in den vergangenen Wochen die damalige Rebellenhochburg Ost-Ghouta bombardierten. Bei der Offensive starben Menschenrechtlern zufolge weit über 1000 Zivilisten.

FORSCHUNGSZENTRUM IN BARZEH: Ein Gebäude der Forschungseinrichtung nördlich von Damaskus wurde der syrischen Armeeführung zufolge beschädigt. Die staatliche Nachrichtenagentur SANA meldete später, es sei zerstört worden. In Barzeh ist eine Zweigstelle der staatlichen Zentrums für wissenschaftliche Studien und Forschung untergebracht. Es soll laut Medienberichten Chemiewaffen entwickelt haben.

Ob es sich bei dem Aufnahmeort des folgenden Videos um Barzeh handelt, konnte noch nicht verifiziert werden.

LAGERSTÄTTE IN SHIN: In dem Depot westlich der Stadt Homs in Zentralsyrien lagerte dem Generalstabschef des US-Militärs, Joseph Dunford, zufolge der chemische …read more

Source:: Kurier.at – Politik

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