China will Automarkt binnen fünf Jahren ganz öffnen

Die Obergrenzen für ausländische Beteiligungen bei E-Autofirmen sollen heuer
wegfallen, im gesamtem Pkw-Sektor bis 2022.

Mitten im Handelsstreit mit den USA treibt China die Öffnung von Schlüsselindustrien voran. Die Obergrenzen für ausländische Beteiligungen in der Autobranche sollen binnen einer fünfjährigen Übergangsphase ganz wegfallen, wie die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission am Dienstag mitteilte. Bereits heuer dürfen demnach Ausländer bei Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen voll mitmischen.

2020 soll der Nutzfahrzeugmarkt und 2022 dann der gesamte Pkw-Sektor im größten
Automarkt der Welt geöffnet werden. Beim Flugzeug- und Schiffsbau soll dies sogar ebenfalls schon in diesem Jahr soweit sein. Präsident Xi Jinping hatte eine baldige Öffnung in der vergangenen Woche angekündigt, was auch als Versuch gewertet wurde, im Handelsstreit Druck aus dem Kessel zu nehmen.

Kontrollmehrheit ermöglichen

Ganz neu sind die Versprechen allerdings nicht: Seit 2013 stellen chinesische Behörden regelmäßig in Aussicht, dass die seit mehr als zwei Jahrzehnten geltende Beteiligungsgrenze für Ausländer an gemeinsamen Autofirmen angehoben werden soll, um ihnen eine Kontrollmehrheit zu ermöglichen. Seit 1994 müssen ausländische Autobauer in China heimische Partner ins Boot holen und dürfen maximal 50 Prozent an den Gemeinschaftsunternehmen halten. Auch die Berliner Regierung fordert seit längerem einen besseren Marktzugang für deutsche Unternehmen in China.

Die rasche Liberalisierung im Markt für E-Autos dürfte insbesondere dem US-Pionier Tesla zugutekommen, der ein Werk in Shanghai unter eigener Regie betreiben möchte. Aber auch für die deutschen Hersteller Volkswagen, BMW und Daimler ist die Volksrepublik von großer Bedeutung. Laut dem deutschen Branchenverband VDA kommt jedes fünfte Auto, das dort zugelassen wird, von deutschen Herstellern. VDA-Präsident Bernhard Mattes begrüßte daher auch die Pläne der Führung in Peking. „Chinas Ankündigung ist ein wichtiger Schritt für offenere Märkte und ein klares Zeichen für freien Wettbewerb. Diesen Weg der Öffnung des eigenen Marktes sollte China weiter gehen.“

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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