Großes Tüfteln an der Mobilitätswende

Seit Montag wird in Wien nach dringenden Lösungen für künftige Verkehrsfragen gesucht

Europas größte Konferenz für Verkehrsforschung, die TRA, findet heuer erstmals in Wien statt. Die Bedeutung der Veranstaltung ist groß, denn Verkehr gilt als eines der prägenden Zukunftsthemen. „Logistik ist die Lebensader jeder Wirtschaft, ob für Industrie, Handel oder Tourismus“, sagt

Georg Kapsch, Vorstand der Kapsch AG und Präsident der Industriellenvereinigung bei der TRA-Eröffnung am Montag. Um Wohlstand zu erhalten, brauche es Mobilität. Die Anforderungen an Mobilität würden sich dramatisch ändern, und dem müsse man begegnen.

Zu welchen Verschiebungen es zwischen einzelnen Verkehrsmitteln kommen werde, lasse sich noch nicht sagen, eines weiß Kapsch aber genau: „Die Politik soll keine Technologievorgaben machen, das hemmt Innovationen.“ Er spricht Vorgaben bei Antriebstechniken und Subventionen an. Dies sei wettbewerbsverzerrend.

Freiraum erhalten

„Wichtig ist, dass der Freiraum erhalten bleibt und nicht bestimmte Technologien vorverurteilt werden“, schließt sich

Helmut List, Chef des Grazer Motorenentwicklers AVL List, Kapschs Forderungen an. Es stünden drei Antriebsarten im Raum, die uns noch länger begleiten würden: Elektroantrieb, Brennstoffzelle und Verbrennungsmotor.

Beim E-Antrieb habe es in letzter Zeit starke Fortschritte gegeben, die Elektrifizierung beflügle jedoch auch die Entwicklung des Verbrennungsmotors. „Zum Beispiel werden Turbolader in den kommenden Jahren durch kleine Elektromotoren schadstofffrei werden“, sagt List. Auch die Brennstoffzelle werde kommen, ist er überzeugt, jedoch: „Jede Antriebsart hat ihre Vor- und Nachteile.“ Aufgrund der schweren Batterien und des fehlenden Wasserstoffnetzes für Brennstoffzellen werde auf Langstrecken noch lange der Verbrennungsmotor, der sich zurzeit stark weiterentwickle, vorherrschen. Für zukünftige Verkehrskonzepte müsse man jedenfalls auf alle drei Varianten setzen.

Negative Folgen des Wachstums

Der Fortschritt werde nur dann kommen, wenn in neue Technologien auch investiert wird, ist Violetta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr, überzeugt. Dabei dürfe man nicht vergessen, dass der stark wachsende Verkehr auch negative Folgen mit sich bringe. 25.000 Menschen würden jährlich in

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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