Zoll-Jahresbericht: Milliardenschaden durch Schwarzarbeit

Der Jahresbericht des Zolls 2018 kündet von Erfolgen: 2017 haben Zollfahnder fast 2520 Verfahren wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz eingeleitet. Gegenüber dem Vorjahr mit 1651 Fällen bedeutet das ein Plus von rund 52 Prozent. Auch im Kampf gegen illegale Beschäftigung erzielten die Behörden Fortschritte: Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) prüfte 2017 mehr als 52.000 Arbeitgeber und damit ein Fünftel mehr als im Jahr zuvor. 108.000 Strafverfahren konnten abgeschlossen werden, dabei wurden Freiheitsstrafen von insgesamt 1650 Jahren verhängt. Die ermittelte Schadenssumme belief sich auf knapp eine Milliarde Euro nach 890 Millionen Euro 2016.

Allerdings kann all das nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich bei den aufgedeckten Verstößen lediglich um zarte Spitzen furchterregender Eisberge handelt. Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung der Universität Tübingen errechnete für das Jahr 2015 eine Summe von 336 Milliarden Euro, die an Steuerbehörden und Sozialversicherungen vorbei der Schattenwirtschaft zuzurechnen sind. Das entsprach knapp elf Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Jahres.

Aufstockung des Personals soll 2019 abgeschlossen

Ähnliche hohe Dunkelziffern wie im Bereich der Schwarzarbeit dürfte es auch hinsichtlich der Mindestlohnverstöße geben. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung kam 2017 auf Basis von Beschäftigtenbefragungen zu dem Ergebnis, dass 2016 rund 1,8 Millionen…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Wirtschaft

(Visited 4 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.