Ich mache mich für Homosexuelle nackt – obwohl ich selbst nicht schwul bin

Für den Kalender 2018 liessen sich die Ruderer der Universität Warwick in Spanien nackt fotografieren.

Sie sind jung, sie sind sportlich und sie machen sich nackt: Die Rudermannschaft der Universität von Warwick posiert jedes Jahr für einen Nacktkalender – und will damit ein Zeichen gegen Homophobie im Sport setzen.

Lucas Etienne ist einer der dienstältesten Ruderer im Team. Für HuffPost erklärt er, wieso es so wichtig ist, dass sich Heterosexuelle für Schwulenrechte einsetzen. Und wie Nicht-Schwule davon profitieren.

Ich will ehrlich sein: Als man mich gefragt hat, ob ich beim Warwick-Rowers-Kalender-Projekt mitmachen will, musste ich kurz überlegen.

Im Oktober 2014 bin ich dem Ruderclub der Universität Warwick beigetreten – schon damals wusste ich von dem Projekt und dass ich ein Teil davon sein möchte. Gleichzeitig war mir bewusst, dass man mich immer damit in Verbindung bringen würde, vielleicht sogar für den Rest meines Lebens.

Ich habe mich mit meinen Eltern und Freunden beraten und kam zu dem Schluss, dass der Kalender für etwas steht, für das auch ich stehen möchte: Die Homophobie im Sport zu bekämpfen.

Das Warwick-Rowers-Kalender-Projekt

Das Projekt besteht seit dem Jahr 2009. Ursprünglich sollte es dem Ruderclub aus einer finanziell prekären Lage helfen.

Doch schon bald stellte die Rudermannschaft fest, dass der Kalender großen Anklang bei der LGBT+ Gemeinschaft fand. Die Studenten machten öffentlich klar, dass sie sich über die Unterstützung freuen und kein Problem damit haben, dass Schwule sich Nacktfotos von ihnen anschauen – auch wenn die meisten Mitglieder der Mannschaft selbst heterosexuell sind.

► Seitdem ist der Kalender zu einem Symbol für mehr Inklusion im Sport geworden.

Mehr noch, die Ruderer gründeten ihre eigene Wohltätigkeitsorganisation, “Sport Allies”, die sich unter anderem durch die Einnahmen des Kalenders finanziert. Zuletzt verkaufte sich der Nacktkalender mehr als 300.000 Mal in 77 Ländern.

Homophobie ist nach wie vor ein großes Problem im Sport, ganz besonders im Mannschaftssport, wo Männlichkeit oft noch sehr eindimensional definiert wird. Dadurch werden viele von …read more

Source:: The Huffington Post – Germany

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