Vier EM-Medaillen: Der Freitagabend wird zum Abend der deutschen Frauen

Die Sonne war gerade dabei, orangefarben hinter dem Marathontor zu versinken, da hatte im Berliner Olympiastadion längst der Abend begonnen, der zum Abend der deutschen Leichtathletik-Frauen werden sollte. In unterschiedlichen Rhythmen nahmen die Geschichten von Marie-Laurence Jungfleisch an der Hochsprung-Anlage, von Christin Hussong auf dem Speerwurf-Platz und von Kristin Gierisch in der Dreisprung-Grube Fahrt auf. Man konnte die Dramatik an diesem Summen hören, das auf den Rängen jedes Mal leise begann, wenn eine der Frauen Anlauf nahm. Ein Summen und Klatschen, das anschwoll, immer lauter wurde, 48.500 Bienen, die sich im Crescendo übten, immer lauter schwärmten und schließlich in ein honigsüßes Oooooh verfielen.

Noch während Siebenkämpferin Carolin Schäfer auf der ersten Stadionrunde ihres 800-Meter-Laufs der Bronzemedaille entgegenrannte, schwoll der Summpegel an: Hussong hatte gleich bei ihrem ersten Wurf auf 67,90 Meter nicht nur ihre persönliche Bestweite aus der Qualifikation um 63 Zentimeter übertroffen, sondern auch einen Championship-Rekord aufgestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Gierisch mit ihren langen Armen das Publikum bereits aufgefordert, sie mit rhythmischem Klatschen bei ihrem Hochgeschwindigkeits-Anlauf zu begleiten, und sie mit seinem Summen über den Hop, den Step und den Jump zu tragen. Ganz entgegen ihrer Gewohnheit, endete Versuch eins nicht mit dem Wedeln der roten Flagge, nein, ihr erster Sprung war gültig, 14,45 Meter, persönliche Bestweite. Gierisch, 27, aus Chemnitz sprang wie eine aufgeregte Störchin begeistert aus dem Sand.

Wenig später saß Jungfleisch, 27, aus Stuttgart auf der Athletenbank. Sie…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Sport

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