Das Phantom: US-Journalisten suchen ein Trump-Video, das es vielleicht nicht gibt

Amerikanische Medien suchen wie verrückt nach einem Video, das kompromittierendes Material zu Präsident Donald Trump enthalten soll. Das Problem: Niemand weiß, ob das Video überhaupt existiert.

Angeblich soll es ein Video geben, das US-Präsident Donald Trump dabei zeigt, wie er irgendetwas in einem Aufzug tut. Was dieses etwas genau sein soll, weiß allerdings keiner genau.

Zum ersten Mal erwähnt wurde das berüchtigte Aufzugvideo in einem Artikel der Zeitung “Daily Beast”. Die Zeitung spielte als erstes Mainstreammedium auf die mögliche Existenz eines “hochbrisanten Videos“ an, das den Präsidenten “in einem Aufzug des Trump Towers“ zeigen soll.

Seit Monaten jagen Reporter aus ganz Amerika – von der “New York Times” und dem “Wall Street Journal” bis zu Associated Press und anderen Medienhäusern – einer Aufnahme hinterher, die unter Umständen gar nicht existiert.

Recherchiert hatten die Journalisten unter besser und schlechter informierten Informanten, aber auch unter Leuten wie Tom Arnold, einem Schauspieler, der die Gerüchteküche seit Wochen mit unbestätigten Informationen befeuert.

Lachlan Cartwright, der Veteran der Boulevardpresse

Ein besonders verbissener Reporter setzte sich schon bald von dem Rest der Meute der Videojäger ab: Lachlan Cartwright, ein altgedienter Veteran der Boulevardpresse.

Am 28. Mai veröffentlichte Cartwright einen in der “The Daily Beast”, der die “Kuschelstimmung“ zwischen Harvey Levin, Gründer der Boulevardseite “TMZ” und Trump thematisierte. Der Artikel enthielt zahlreiche wichtige Informationen und pikante Enthüllungen.

Zum Beispiel verriet Cartwright, dass Trump und Levin während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 mehrmals telefoniert hatten. Oder auch, dass Levin und Trump Scherze darüber gemacht hätten, dass Levin ja nach der Wahl zum Pressesekretär des Präsidenten ernannt werden könnte. Auch dass Levin sich wohl tagelang wie besessen damit beschäftigte, eine der vielen Frauen zu diskreditieren, die Trump der sexuellen Belästigung bezichtigen.

Für diejenigen Journalisten, die sich seit Monaten auf der Suche nach publizierbarem, belastbarem Material zum Präsidenten befinden, war das Gerücht des Aufzugvideos alleine aber bereits genug.

Der Moby …read more

Source:: The Huffington Post – Germany

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