Casinos Austria: Spielgeld für die Steuerreform

Das Steuergeschenk soll auslaufen. Noch heuer Entscheidung über gesamten Vorstand.

Auf Eigentümerebene spielt es sich ab, doch steuerlich ist Fortuna den teilstaatlichen Glücksspielrittern hold. Im Vorjahr lieferte die Casinos-Austria-Gruppe (Casag) knapp 622 Millionen Euro Steuern an den Finanzminister ab. Ein neuer Rekord. Obwohl die Casag, einer der größten Steuerzahler des Landes, von der rot-schwarzen Regierung 2010 ein

Steuergeschenk erhielt, das die Staatskasse seitdem einige hundert Millionen gekostet hat.

Der Konzern, an dem die Staatsholding ein Drittel hält, hat sich auf Kosten der Steuerzahler saniert, monieren Kritiker. Da ist einiges dran, denn außer der Cashcow Lotto spielten die 12 Inlandscasinos und die internationale Tochter CAI jahrelang Verluste ein.

2010 wurde unter ÖVP-Finanzminister Josef Pröll, nach Aufbereitung durch seinen Vorgänger Wilhelm Molterer die Spielbankenabgabe von 48 auf 30 Prozent gesenkt. Als Ausgleich für drohenden neuen Wettbewerb, den der Monopolist fürchtete. Auf Druck der EU schrieb das

Finanzministerium drei Konzessionen für neue Standorte in Wien und Niederösterreich aus.

Der Wettbewerb freilich stellte sich nie ein. Nach dem blamablen Pallawatsch um die Ausschreibungen gibt es bis heute keine neuen Lizenzen. Auch Finanzminister

Hartwig Löger hat nicht vor, nochmals auszuschreiben.

Die Konkurrenz wurde mit dem Verbot des Automatenspiels in Wien sogar weniger. Die Casag zahlt trotzdem weiter weniger Steuern.

Löger will Online-Zocken einbremsen

Wie man aus Regierungskreisen hört, könnte Löger die Steuerschraube für den Gaming-Konzern wieder anziehen. Die für 2020 angekündigte nächste Steuerreform soll bis zu vier Milliarden Euro Entlastung bringen und der Finanzminister braucht Gegenfinanzierungen. Eine Erhöhung der Glücksspielabgabe würde eher nicht für politische Aufregungen sorgen. Angedacht ist ein hoher zweistelliger Millionenbetrag jährlich.

Möglich wäre auch eine höhere Besteuerung des Online-Gamings. Löger will illegales Online-Zocken einbremsen und hat in seinem Gesetzesentwurf eine Internetsperre (IP-Blockade von in

Österreich nicht zugelassenen Online-Seiten) vorgesehen.

Internet-Gaming darf in Österreich seit 1998 ausschließlich win2day anbieten, eine gemeinsame Tochter von Casinos und …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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