Charlottesville-Jahrestag: Trump gegen „alle Formen von Rassismus“

Ein Jahr nach Nazi-Aufmarsch mit einem Todesopfer und mehreren Verletzten. Neue Demonstration „Vereint die Rechte 2“ in Washington.

Vor einer rechten Demonstration zum Jahrestag der tödlichen Proteste in Charlottesville hat US-Präsident Donald Trump „alle Formen von Rassismus“ verurteilt. „Die Ausschreitungen in Charlottesville vor einem Jahr haben zu sinnlosem Tod und Spaltung geführt“, schrieb Trump am Samstag auf Twitter.

Rechtsextremer tötete junge Frau

Zum Jahrestag ist für diesen Sonntag eine Demonstration unter dem Motto „Vereint die Rechte 2“ nahe dem Weißen Haus in Washington angekündigt. Bei der Demonstration „Vereint die Rechte“ von Extremisten in
Charlottesville war es am 12. August 2017 zu Ausschreitungen gekommen. Ein Rechtsextremist steuerte dann ein Auto in eine Gruppe Gegendemonstranten. Die 32-jährige Heather Heyer starb, zahlreiche Menschen wurden verletzt.

REUTERS/LUCAS JACKSON

Trump hatte danach beide Seiten gleichermaßen für die Gewalt verantwortlich gemacht und damit Empörung ausgelöst. Kritiker warfen ihm vor, sich nicht von rechtsextremer Gewalt zu distanzieren. Am Samstag schrieb Trump: „Wir müssen als Nation zusammenkommen. Ich verurteile alle Arten von
Rassismus und Gewalttaten. Frieden für ALLE Amerikaner.“ In einem weiteren Tweet fügte er hinzu: „Ich werde nie aufhören, für ALLE Amerikaner zu kämpfen!“

Charlottesville wird zur Sicherheitszone

Vor dem Jahrestag hatten die Stadt Charlottesville und der US-Staat Virginia aus Sorge vor neuen Zwischenfällen den Notstand ausgerufen. Im Stadtzentrum wurde eine abgeriegelte Sicherheitszone eingerichtet, in der Gegenstände, die als Waffen eingesetzt werden könnten, verboten sind. Auch das Tragen von Masken ist untersagt. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Sicherheitskräfte patrouillierten.

APA/AFP/LOGAN CYRUS

Die rechte Demonstration an diesem Sonntag war in Charlottesville beantragt, aber nicht genehmigt worden. In
Washington wurde sie unter Verweis auf die Versammlungs- und Meinungsfreiheit erlaubt. Die Demonstration ist in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses geplant. Gegendemonstranten haben für …read more

Source:: Kurier.at – Politik

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