Gold in Berlin nur knapp verpasst: Tadesse Abraham holt Marathon-Silber für die Schweiz!

Nach Halbmarathon-Gold vor zwei Jahren in Amsterdam gewinnt Tadesse Abraham (35) in Berlin über die vollen 42,195 Kilometer EM-Silber. Die dritte Medaille für die Schweiz.

Silbermedaille für Tadesse Abraham!

Erst in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam unser Marathon-Man aus seinem Vorbereitungs-Camp in Äthiopien nach Berlin geflogen. Von Jetlag spürt man drei Tage später im Rennen am Sonntagvormittag allerdings nichts.

Es ist sein 36. Geburtstag. Und Tadesse feiert auf seine Art. Keine gemütliche Party mit Marathon-Kollegen. Der in Genf lebende Marathon-Profi macht die Fete für seine Gegner knallhart. Das „Geburtstagskind» ist es, der von der Spitze aus diktiert, wie das Rennen verläuft. 30 Kilometer lang ist es immer der Schweizer, der dafür sorgt, dass die Spitze immer kleiner wird. Dass auch Norwegens Europarekordler Moen der Saft in den Beinen frühzeitig ausgeht.

Als dann allerdings der Belgier Koen Naert – acht Jahre jünger – zwischen dem 30. und dem 35. Kilometer einen verrückten 5000-m-Abschnitt von 14:48 Minuten einstreut, kommt auch Tadesse nicht mehr mit. Die Silber-Medaille lässt er sich aber nicht mehr nehmen. Auch nicht von der für Marathon-Verhältnisse ins Unangenehme steigende Berliner Temperatur. Am Start waren es noch 19 Grad, zwei Stunden später sinds gut 25. Nach 2:11:24 Stunden trägt er – wie es sich zum Geburtstag geziemt – strahlend die Schweizer Fahne ins Ziel. Eineinhalb Minuten hinter Sieger Naert, der in 2:09:51 Stunden einen neuen Europameisterschafts-Rekord schafft. Mit den auffallend vielen Schweizer Fans feiert Tadesse jetzt aber richtig Party.

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Verrückt auch das Rennen der Frauen. Voller Dramatik sogar. Als die 29-jährige Weissrussin Volha Mazuronak plötzlich mit total blutverschmierten Gesicht auftaucht. Naselbluten – und zwar nicht Tropfen weise, sondern strömend wie ein Bach. Volle zehn Kilometer braucht sie, bis der Blutfluss gestillt ist. Sanitäter vom Streckenrand reichen ihr immer wieder blutstillende Tüchlein. Mazuronak putzt damit einerseits ihr Gesicht, steckt aber …read more

Source:: Blick.ch – Sport

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