Nachruf: Radikal provokant – V.S. Naipaul war der Wahrheit hinterher

Vidiadhar Surajprasad (V.S.) Naipaul hat uns die Welt gezeigt, wie sie war, nicht wie wir sie gerne hätten. Er war neugierig, und so sehr er es liebte, sich seine Gedanken zu machen, so sehr war er vernarrt ins Fragen. Er reiste und sprach mit den Menschen. Mit Zufallsbekanntschaften und mit sorgfältig ausgewählten Personen. Er wollte die unterschiedlichsten Erklärungen für das, was er sah und er wollte gezeigt bekommen, was er übersehen hatte.

Am 17. August wäre er 86 Jahre alt geworden. Auf die Welt kam er in Chaguanas auf Trinidad und Tobago. Seine Großeltern waren in den 1880er-Jahren als Kontraktarbeiter aus Indien in die Karibik gekommen. Sein Vater arbeitete seit 1929 als Journalist und träumte davon, Schriftsteller zu werden. Seine Söhne V.S. und dessen jüngerer, bereits 1985 verstorbener Bruder Shiva Naipaul wurden es.

Dank Stipendium Studium in Oxford

Zum Schulabschluss gewann V.S. Naipaul ein Stipendium, das ihm erlaubte, wo auch immer im britischen Empire zu studieren. Er entschied sich für Oxford. In Wahrheit aber wollte er nach London und Schriftsteller werden. Als sein Vater 1953 starb, zog im Jahr darauf V.S. Naipaul, ein unsicherer, schüchterner, von Depressionen geplagter junger Mann nach London. Er war auf dem Weg anzukommen.

Darüber hat er eines der schönsten Bücher des vergangenen Jahrhunderts geschrieben: „Das Rätsel der Ankunft“. Das erste Kapitel ist ein Traum. Es passiert nichts darin. Es breitet sich nur langsam die Landschaft aus, in der…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Kultur

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