Rückkehrer-Initiativen: Warum immer mehr Ostdeutsche zurück in die Heimat ziehen

Es ist erst wenige Monate her, dass Stephanie Auras-Lehmann ein Buch veröffentlichte. Es hat einen sehr einfachen Titel: „Heeme“ – was übersetzt so viel bedeutet wie „heimwärts“ oder auch: „zu Hause“. Auf 73 Seiten schildert die Reiseverkehrskauffrau, wie sie aus der südbrandenburgischen Kleinstadt Finsterwalde auszog gen Weilburg in Hessen, Leipzig, Berlin und – für ein sechswöchiges Praktikum – gar nach New York, um 2009 schließlich den Rückweg anzutreten.

Zwar war es anfangs schwer. Auras-Lehmann, Jahrgang 1982, schrieb in Finsterwalde 124 Bewerbungen – vergeblich. Der Erfolg kam erst, als sie 2012 anfing, andere Rückkehrer zu beraten. Daraus sind die Initiative „Comeback Elbe-Elster“ und ein eigener „Heimatladen“ entstanden. Als Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) 2016 zu Besuch erschien, war dies der Durchbruch. Mittlerweile koordiniert Stephanie Auras-Lehmann, Mutter von zwei Kindern, die anderen etwa ein Dutzend Rückkehrer-Initiativen, die es in Brandenburg sonst noch gibt.

Der Heimatbegriff ist populär wie lange nicht

Ostdeutschland ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein Landstrich gewesen, aus dem unentwegt Menschen abwandern. Bis 1989 flohen sie vor politischer Unterdrückung und des niedrigeren Lebensstandards wegen. Nach 1989 gingen sie wegen der wuchernden Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen geringeren Entfaltungsmöglichkeiten – in den ersten 20 Jahren des wiedervereinten Deutschland waren dies immerhin mehr als vier Millionen Menschen. Das war nicht bloß traurig für die Zurückbleibenden. Schulen mussten schließen, Buslinien fielen weg, Fachkräfte fehlten. Mit anderen Worten: Die…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Politik

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