Streit zwischen Türkei und USA verschärft sich – Erdogan spricht von Heimtücke

Recep Tayyip Erdogan am 11. August in Ordu

Im Streit zwischen den Nato-Partnern Türkei und USA hat sich der Ton am Wochenende noch weiter verschärft. Die Entwicklungen auf den Punkt gebracht.

Was am Wochenende passiert ist:

► Erdogan wirft den USA Heimtücke vor.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat in mehreren kämpferischen Reden von “Kampagnen” gegen sein Land gesprochen. “Wieder sehen wir uns einer politischen und heimtückischen Verschwörung gegenüber, aber so Gott will werden wir auch diese überwinden.”

”Ihr versucht, 81 Millionen Türken für einen Pastor zu opfern, der Verbindungen zu Terroristen hat”, sagte er ohne die USA direkt zu erwähnen, am Sonntag in der Stadt Trabzon. “Aber wir haben euren Plot durchschaut und fordern euch heraus.”

► Erdogan sieht einen Wirtschaftskrieg.

Was die USA mit Provokation nicht geschafft hätten, versuchten sie nun mit Geldpolitik zu erreichen. Es sei “ganz klar ein Wirtschaftskrieg”.

Die Kugeln, Granaten, Raketen in diesem Wirtschaftskrieg seien “Dollar, Euro oder das Gold”. Er drohte damit, denen “die Hände zu brechen, die diese Waffen abfeuern”.

Eine Intervention des Internationalen Währungsfonds (IWF), den viele Beobachter anregen, lehnte er ab. “Wir wissen sehr gut, dass die, die uns ein Geschäft mit dem IWF vorschlagen, uns eigentlich vorschlagen, die politische Unabhängigkeit unsere Landes aufzugeben”, sagte Erdogan.

► Erdogan droht mit Ausstieg aus der Nato.

In einem Gastbeitrag in der “New York Times” warf Erdogan dem Nato-Partner USA Respektlosigkeit vor. Sollte das so weitergehen, werde seine Regierung damit beginnen, “nach neuen Freunden und Verbündeten zu suchen”, schrieb Erdogan. Damit meint er unter anderem Russland.

Das nächste Treffen steht kurz bevor: An diesem Montag und Dienstag ist der russische Außenminister Sergej Lawrow in Ankara zu Besuch. Nach Informationen aus Moskau soll es vor allem um die Vorbereitung eines Syriengipfels am 7. September gehen.

Das ist der Hintergrund des Streits:

Im Zentrum der Affäre steht der Streit um zwei Geistliche.

► Die USA fordern die Freilassung des US-Pastors Andrew Brunson, der wegen Terrorvorwürfen in …read more

Source:: The Huffington Post – Germany

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