Zum Jahrestag der Charlottesville-Proteste: Gegendemonstration gegen rechten Aufmarsch hat begonnen

WASHINGTON –
Zum Jahrestag der Proteste in Charlottesville haben sich Rechtsextremisten Gegendemonstranten für eine Demonstration in Washington versammelt.

Vor dem rechtsextremen Aufmarsch vor dem Weissen Haus zum Jahrestag der tödlichen Proteste in Charlottesville hat in Washington eine Gegendemonstration begonnen. Zum Auftakt am Sonntagmittag (Ortszeit) versammelten sich mehrere Hundert Menschen im Zentrum der US-Hauptstadt.

Teilnehmer hielten Schilder mit Aufschriften wie „Deportiert Nazis», „Weisse Vorherrschaft ist Terrorismus» oder „Keine Nazis – kein KKK – keine faschistischen USA» hoch. Das Kürzel KKK steht für den rassistischen Ku Klux Klan.

Der 71 Jahre alte Demonstrant David Barrows sagte: „Wir erheben uns gegen den rechten Flügel.» Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump, der zuvor auf Twitter „alle Formen von Rassismus und Gewalttaten» verurteilt hatte, sagte Barrows: „Er lügt.» Barrows trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Trump ist ein rassistisches Schwein÷.

Die 28 Jahre alte Demonstrantin Alex Bloomfield sagte mit Blick auf Trumps Aussagen: „Das ist Bullshit. Er sagt das, weil er das sagen muss.» Cindy James, 57 Jahre alt, die ebenfalls gegen den rechten Aufmarsch auf die Strasse ging, sagte: „Ich bin hier, um gegen Weisse Vorherrschaft zu protestieren.» Trump habe Rassismus „in die Öffentlichkeit gebracht».

Trump war nach den Zusammenstössen in Charlottesville vor einem Jahr dafür kritisiert worden, nicht eindeutig die rechtsextreme Gewalt verurteilt zu haben. „Ich denke, dass die Schuld auf beiden Seiten liegt», hatte er damals gesagt. Es habe auf beiden Seiten auch „sehr gute Menschen» gegeben. Trump hatte damit Empörung ausgelöst.

Im Zuge der Demonstration „Vereint die Rechte» in Charlottesville war es am 12. August 2017 zu schweren Ausschreitungen gekommen. Ein Rechtsextremist steuerte ein Auto in eine Gruppe Gegendemonstranten. Die 32 Jahre alte Heather Heyer starb, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Die Nachfolgeveranstaltung …read more

Source:: Blick.ch – Ausland

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