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Falsche Netz-Identitäten: Neuer Film mit Juliette Binoche thematisiert „Realfakes“

Natürlich geht es wieder um die ganz großen Gefühle und die Lust, sich in Leben und Liebe wirklich frei zu fühlen – so ist es eigentlich immer, wenn Juliette Binoche auf der Kino-Leinwand zu sehen ist. Nur geht sie diesmal zu weit.

In dem gerade angelaufenen Drama „So wie du mich willst“ erfindet sie eine neue Identität bei Facebook, verwendet als Clara Fotos und Videos einer jungen Frau, um zunächst ihren Geliebten auszuspähen und später eine Liebschaft im Netz zu genießen. Das kann nicht gut ausgehen. Und tut es auch nicht.

Horst heißt nicht Horst

Experten wie die Autorin Victoria Schwartz sprechen in so einem Fall von „Realfake“, also dem Vorgang, eine Identität im Netz so glaubhaft zu konstruieren, dass sich erst im Laufe der Zeit herausstellt, dass es die Person nicht gibt, sondern jemand ganz anderes dahinter steckt, von dem man nichts weiß. Victoria Schwartz ist vor sieben Jahren selbst Opfer geworden, hat darüber gebloggt und das Buch „Wie meine Internet-Liebe zur Albtraum wurde“ geschrieben. Eines der bekanntesten Opfer ist wohl die ZDF-Moderatorin Dunya Hayali, die vor einem Jahr dem Deutschlandfunk ausführlich erzählte, wie ein vermeintlicher Pfleger nach ihrer Reportage über ein Altenheim mehrere Wochen über Twitter mit ihr in Kontakt stand.

Victoria Schwartz hat den französischen Film noch nicht gesehen, aber sie will in den nächsten Tagen ins Kino gehen, um das nachzuholen. Der Film ist handwerklich gut gemacht, aber die Qualen des Opfers werden kaum thematisiert. Eher nebenbei erfährt der Zuschauer – Achtung Spoiler-Alarm –, wie dramatisch der junge Mann reagiert, als er von dem hinterlistigen Vorgehen seiner Geliebten erfährt.

Als Victoria Schwartz hört,…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Digital

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