POLITIK

Legte Strache seine Pläne für Casinos Austria schon im Ibiza-Video offen?

Neben Wohnungen von Strache, Gudenus und Sidlo wurde auch eine parteinahe Herberge in Osttirol durchsucht.

Die Razzia der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft rund um die blaue Verbindung zum Glücksspielkonzern Novomatic schlägt weiter hohe Wellen – und sie führt erneut zum Ibiza-Video.

Denn: Der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache dürfte schon im Ibiza-Video seine Pläne für die Casinos Austria offenbart haben. Das legen neue Textauszüge aus dem Video nahe, die Journalisten der Süddeutschen Zeitung am Mittwoch auf Twitter veröffentlicht haben.

Strache soll dem Lockvogel demnach zugesagt haben, dass er das Glücksspielmonopol der Casinos Austria „kappen“ will. „Die Zusage, das Monopol für das Glücksspiel aufzubrechen, die ist sowieso klar“, wird Strache zitiert. Neue Lizenzen wolle er aber „ausschreiben“.

Verein mit Naheverhältnis zur Wiener FPÖ

Am Mittwoch wurde zudem bekannt, dass die Korruptionsjäger nicht nur Privatadressen von Heinz-Christian Strache, Johann Gudenus und Peter Sidlo in Wien und Niederösterreich heimgesucht haben – auch im fernen Osttirol war die Polizei zugange.

Die Polizei führte in der Drei-Sterne-Pension „Enzian“ in St. Jakob in Defereggen eine sogenannte „freiwillige Nachschau“ durch. Nicht nur, weil Strache & Co. dort häufig Gäste sein sollen, sondern weil diese Herberge dem Wiener Verein „Freiheitliches Bildungsinstitut St. Jakob in Osttirol“ gehört.

Der Verein hat seinen Sitz im Wiener Rathaus und ein Naheverhältnis zur Wiener FPÖ. Anfang 2012 haben die blauen Wiener Parteifunktionäre Johann Herzog und Eduard Schock die putzige Zehn-Doppelzimmer-Pension samt Inventar für den Verein gekauft. Kaufpreis: 310.400 Euro brutto. Was die Ermittler in Osttirol tatsächlich wollten, ist unklar. Laut FPÖ wurde dort nichts sichergestellt oder beschlagnahmt.

Dubiose Mauschelei?

Die Justiz verdächtigt Strache, Gudenus und Sidlo sowie den Novomatic-Chef und Casinos-Aufsichtsrat Harald Neumann, den früheren Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs (FPÖ) und Novomatic-Gründer Johann Graf der Bestechung und Bestechlichkeit.

Der frühere Vizekanzler und sein Ex-Klubobmann sollen mithilfe der Novomatic-Führung den blauen Wiener Bezirksrat Sidlo in die Vorstandsetage der Casinos Austria gehievt haben. Novomatic hält 17,1 Prozent an …read more

Source:: Kurier.at – Politik

(Visited 1 times, 1 visits today)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.