POLITIK

Dornauer für Türkis-Rot: „Will mit den Grünen keinen Staat führen“

Rot-Blau schließt der Tiroler SPÖ-Chef ebenfalls aus, aber bei „Türkis-Rot, da bin ich dabei“.

Der Tiroler SPÖ-Chef Georg Dornauer präferiert eine türkis-rote Koalition nach der Nationalratswahl. „Türkis-Rot, da bin ich dabei“, sagte er im APA-Sommerinterview. Dies würde der „Republik guttun“. Platz eins für die ÖVP sei „realistisch“, die SPÖ müsse nun vor allem ihre „Regierungskompetenz“ herausstreichen, die derzeit von der Bevölkerung „nicht mehr so geortet wird“.

Dornauer geht davon aus, dass in der ÖVP vermehrt die normalen, vernünftigen Kräfte Einzug halten. Den Kanzleranspruch müsse Parteichefin Pamela Rendi-Wagner trotzdem formulieren – dies sei für eine so stolze Bewegung wie die Sozialdemokratie selbstverständlich. Die SPÖ habe noch Potenzial nach oben.

„Kein Werner-Kogler-Fan“

Eine mögliche rot-blaue Zusammenarbeit schloss Dornauer, der in der Vergangenheit als Verbindungsmann zur FPÖ galt, hingegen aus: „Rot-Blau im Bund ist vom Tisch“. Die FPÖ sei in einem „absolut unzuverlässigen Zustand“, daher habe er derzeit in diese Richtung „keine Präferenz“ – auch wenn er „als Demokrat“ niemanden von vornherein ausschließe. „Ich bin auch konsterniert gewesen, dass Norbert Hofer eine solche Zusammenarbeit a priori ausgeschlossen hat. Schließlich waren es die Freiheitlichen, die seit Jahr und Tag darüber klagen, dass sie ausgegrenzt würden“, meinte der Tiroler SPÖ-Vorsitzende.

Eine mögliche Koalition mit den Grünen sowie den Neos behagt Dornauer ebenfalls nicht: „Mit den Grünen im Sitzkreis will ich keinen Staat führen“. Er sei „auch kein Werner-Kogler-Fan“. Und auch die Neos finde er „mäßig sympathisch“.

Dornauer fordert Ende der „Wohlfühlpartie“

Das Wahlziel der SPÖ müsse es sein, „dazuzugewinnen“. Das Erreichen von 30 Prozent würde er als „ein Ziel“ betrachten, aber: „Darauf aufhängen will ich es momentan nicht“. Der rote Wahlkampfmotor sei vollgetankt, nun müsse er mit Anfang September voll gestartet und „politisch-inhaltlich“ angereichert werden. Rendi-Wagner habe es in den vergangenen Wochen geschafft, einen guten Kontakt zur Basis herzustellen, die „Wohlfühltour“ sei erfolgreich absolviert worden: „Aber …read more

Source:: Kurier.at – Politik

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