WIRTSCHAFT

100 Jahre und 100 Millionen: Die tödlichste Schusswaffe der Welt

Geburtstag von Firmengründer Michail Kalaschnikow jährt sich zum 100. Mal. In Russland wird das als patriotischer Akt gefeiert.

Sie gilt als die am weitesten verbreitete Schusswaffe der Welt: Bis zu 100 Millionen Stück Kalaschnikow in den verschiedenen Varianten sollen laut Schätzungen weltweit im Umlauf sein.

Somit wurden wohl mit keinem Gewehr mehr Menschen getötet als mit der AK47 und AK74, wobei AK für „Awtomat Kalaschnikowa“ steht.

Das Sturmgewehr, das 1947 in die Serienproduktion ging, ist nach seinem Erfinder Michail Kalaschnikow (1919-2013) benannt.

Russland feiert die berühmteste Waffe der Welt und ihren Erfinder Michail Kalaschnikow mit viel Pomp und Trara. Der 2013 verstorbene Konstrukteur wäre am 10. November 100 Jahre alt geworden.

Zu seinen Ehren gibt es viele Veranstaltungen und seit einigen Jahren auch ein großes Denkmal in der Hauptstadt Moskau. Vor allem aber nutzt Russland das Jubiläum, um seine Erfolge im Waffenexport auf einem umkämpften Rüstungsmarkt zu feiern – trotz Sanktionen des Westens.

Russland feiert das Sturmgewehr als „Wunderwaffe“. In aktuellem Unterrichtsmaterial für Lehrer heißt es, „dass mit dem Sturmgewehr Kalaschnikow mehr Menschen getötet wurden – als durch Artilleriefeuer, Luftbombardierungen und Raketenbeschuss“. Jedes Jahr würden durch die AK-Geschoße eine Viertelmillion Menschen ums Leben kommen.

REUTERS/Herwig Prammer

Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan mit einer zur Gitarre umgebauten AK47 im Wiener UNO-Hauptquartier

Auf dem Weg in die USA

Vor gut fünf Jahren hatte der Kalaschnikow-Konzern schon den riesigen Waffenmarkt USA im Visier. Dann kam der Ukraine-Konflikt. Russland annektierte die ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim und unterstützte Separatisten im Osten der Ukraine.

Die Folge waren Sanktionen der USA und der EU – und das vorläufige Ende der rosigen Verkaufsaussichten. Seither bemüht sich der größte russische Waffenbauer, auf den 95 Prozent der einheimischen Produktion entfallen, um andere Kunden im Ausland.

Die Marke Kalaschnikow solle weiter expandieren – und das „Image Russlands international festigen“, sagte Generaldirektor Dmitri …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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