KULTUR

Jürgen Domian: „Morgens in den Supermarkt: großartig!“

Er war Deutschlands einfühlsamster Telefon-Talker. Zwei Jahrzehnte lang schütteten die Menschen Jürgen Domian, 61, Nacht für Nacht ihr Herz aus. 2016 hörte er auf: Der umgedrehte Tag-Nacht-Rhythmus hatte seine Gesundheit überstrapaziert. Jetzt kommt er mit der Sendung „Domian live“ zurück ins Fernsehen (WDR, ab 8. November, freitags um 23.30 Uhr) und spricht mit seinen Gästen erstmals von Angesicht zu Angesicht. Aber wem teilt er sich eigentlich privat mit? GALA rief ihn an und hörte ihm zu.

Jürgen Domian kommt mit „Domian live“ zurück!

GALA: Wie lange brauchte Ihr Bio-Rhythmus, um sich von Nacht auf Tag umzustellen?
Jürgen Domian: Vier Tage nach Ende der Sendung wurde ich richtig schwer krank, mit Lungenentzündung. Im Krankenhaus musste ich mich dann umstellen, ich konnte ja nicht bis in den Nachmittag hinein schlafen. Das war brutal. Insgesamt hat es drei, vier Monate gedauert, bis ich wieder im Lot war. Heute finde ich es großartig, um 10 Uhr morgens in den Supermarkt zu gehen. (lacht)

Auch in Ihrer neuen Sendung vertrauen sich die Menschen Ihnen an. Was macht einen guten Zuhörer aus?
Das wirkliche Zuhören. Dass man auf alles achtet, denn man kann alles deuten. Deswegen bin ich so gespannt, nach 22 000 Telefongesprächen meine Gäste endlich mal zu sehen. Da kriegt man mehr Informationen. Wie sitzt er? Was hat er an? Ist er gepflegt? Hält er Augenkontakt? Ich habe den Eindruck, dass das Zuhören in unserer Welt immer mehr verloren geht durch die Schnelllebigkeit der Sozialen Netzwerke und die immer geringere Konzentrationsfähigkeit der Leute.

04: Alle Details zu seiner neuen Show – spoton_article_728562Wären Sie lieber Therapeut als Journalist?
Das wäre nicht mein Ding. Ich stelle mir immer vor, wie ich mit …read more

Source:: Gala.de

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