POLITIK

FPÖ: Lehren aus Ibiza und eine beginnende Personaldebatte

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker stellte den Bericht vor

Die FPÖ geht in Klausur und will sich nach Strache strenge Regeln bei Finanzen und ein modernes Image verpassen.

Es sollen die „strengsten Regeln von allen Parteien“ werden, die Oberösterreichs FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner heute dem Parteivorstand präsentieren will.

Regeln im Umgang mit Finanzen (Compliance), die sich die FPÖ fortan auferlegen will. Regeln, die für jedermann sichtbar und glaubhaft die Lehren aus der Strache-Ära repräsentieren sollen. Die notwendig wurden, weil Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache der Partei möglicherweise unrechtmäßig und über Jahre private Spesen in Rechnung gestellt hat. (Die Justiz ermittelt.) Regeln, die vom Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG aufgestellt wurden, „um zu zeigen, wie ernst es uns mit den Richtlinien ist“, heißt es in der FPÖ.

Zwei Tage begeben sich die Freiheitlichen in Leoben in Klausur, um die Weichen für das neue Jahr zu stellen. Und derer gibt es einige.

Nebst den Verhaltensregeln soll die ebenfalls nach Ibiza installierte Strategie-Arbeitsgruppe rund um den Welser Bürgermeister Andreas Rabl, Vorarlbergs Chef Christof Bitschi und Salzburgs FPÖ-Chefin Marlene Svazek ihre Ergebnisse präsentieren. Die FPÖ will sich nach Strache „optisch wie inhaltlich moderner und klarer positionieren“, heißt es. Dafür wurden Parteimitglieder mittels umfangreichem Online-Fragebogen um ihre Meinung gebeten. Erste Schlussfolgerungen sollen ebenfalls in Leoben diskutiert werden.

APA – Austria Presse Agentur

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker und Andreas Mölzer bei der Präsentation des Historikerberichts

Neuer Generalsekretär?

Zur Diskussion stehen zudem Personalentscheidungen. Wie KURIER-Recherchen ergeben haben, sollen die Generalsekretäre – Christian Hafenecker und Harald Vilimsky – vor der Ablöse stehen. Chancen auf deren Nachfolge werden insbesondere Michael Schnedlitz (einer der engsten Vertrauten des Landesparteichefs Udo Landbauer) eingeräumt. Der gebürtige Steirer, der in Wiener Neustadt lebt, ist seit 2018 Parteisekretär in Niederösterreich und seit 2019 im Parlament. Er sei ein „fleißiger Pragmatiker“, mache „im Gemeinderatswahlkampf einen guten Job“, heißt es zum KURIER. Ebenfalls infrage kommen der steirische Nationalratsabgeordnete Hannes Amesbauer, die oberösterreichische Mandatarin Susanne Fürst und Ex-FPÖ-Mediensprecher Hans-Jörg Jenewein. Gegen …read more

Source:: Kurier.at – Politik

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